Zugegeben: Der Vogel Gryff hat in der Entstehungsgeschichte eigentlich nichts mit der Fasnacht zu tun – und dennoch sind die Überschneidungen personeller Art nicht zu übersehen. Aktuellstes Beispiel: Der neue Spielchef Peter Stalder ist in der Fasnachtsszene alles andere als ein unbeschriebenes Blatt; gross ins Rampenlicht gerückt ist er spätestens 1988, als er am Offizielle Brysdrummlen und -pfyffe den Titel als Trommelkönig errang.
Im Gespräch mit der Basellandschaftlichen Zeitung erzählt der 41-jährige Immobilien-Treuhänder, der seit 1969 bei den Vereinigten Kleinbaslern (VKB) trommelt, wie er als Nachfolger von Benny Zeuggin zum Amt des Spielchefs gekommen ist und welche Aufgaben damit verbunden sind. Und das Mitglied der Ehrengesellschaft zum Rebhaus äussert sich über mögliche Veränderungen des Jahrhunderte alten Kleinbasler Brauchtums. In der Rubrik «bz-Spontan» muss er zudem zur Bärengesellschaft Stellung nehmen.
«Bei mir muss immer etwas laufen», gibt Stalder der bz-Journalistin Simone Weber zu Protokoll. Nebst Vogel Gryff und VKB ist er Tambour bei den Swiss Mariners. Wenig überraschend ist der Lobgesang auf das Mindere Basel: «Ich bin verankert hier und fühle mich wohl», sagt Stalder – «das Kleinbasel ist wie ein Dorf, man kennt sich. Es ist schwer zu beschreiben, wenn man hier nicht aufgewachsen ist.» Seine unmittelbaren Zukunftspläne untermauern dies: Zusammen mit seiner Partnerin wird Stalder ab Herbst ein Eigenheim im Hirzbrunnen bewohnen.



