Noch immer spricht man von den grandiosen Auftritten des «Top Secret
Drum Corps Basel» am Military Tattoo im schottischen Edinburgh. Die
Trommelvirtuosen und die sie begleitenden Colour Gards machten im
vergangenen August in der Ferne allerbeste Werbung für Basel.
Was den ruessenden «Top Secret» recht war, kann zwei hiesigen
Piccolo-Primadonnen nur billig sein. Und so machen sich morgen Dienstag
Thomas Weber und Thomas Heid auf ins Land der aufgehenden Sonne, wo sie in
erlesener Gesellschaft unter dem Motto «Flötenzauber» ihre musikalischen
Künste zum besten geben werden. Verzaubert haben sie damit – und auch mit
anderen pfeiferischen Rosinen – schon seit vielen Jahren Tausende von
Begeisterten im «Mimösli» des Häbse-Theaters.
Den einmaligen Auftritt am «2003 Swiss Experience Ball» des «Swiss Club
Tokyo» verdankt das exzellente Piccolo-Duo der Einladung durch den Vorstand
des fernöstlichen Schweizer Klubs. Der Ball steht laut Einladungskarte unter
dem Patronat «of his Excellency the Ambassador of Switzerland to Japan and
Mrs. Jacques Reverdin» und geht im Rahmen der «Swiss Experience Week» über
das Parkett des Hotels Hilton von Tokyo. Nebst der Schweizer Botschaft
helfen Schweiz Tourismus, die Schweizer Industrie- und Handelskammer in
Japan sowie das Grosshotel selbst bei der Organisation mit.
Der feierlich-festliche Anlass, für den die Kleider-Vorschrift «Lounge Suit
or National Costume» gilt, beginnt am Donnerstag, 16. Oktober, ab 18.30 Uhr
(Ortszeit). Am «gorgeous sit-down buffet dinner» kann sich dann die
erlauchte Gesellschaft, zu der Prominenz aus Politik und Wirtschaft geladen
ist, ab 19.30 Uhr gütlich tun.
Thomas Weber und Thomas Heid werden als «Swiss cultural performance»
angekündigt. Und dafür sind die beiden mit einem Programm von zwei Mal 20
Minuten bestens gewappnet. Nebst dem Piccolo spielt Weber etwa Panflöte,
Querflöte, Natwärrisch, Tinwhistle und Handorgel. Heid begeistert ausserdem
mit dem Saxophon, an der Gitarre und am Keyboard. Beide entlocken auch
simplen Gartenschläuchen musikalisch perfekte Weisen. Im Programm haben sie
Internationales («Amazing Grace»), einen «Schweizer Teil» (Schacher-Seppli
wird zum «Basler Bebbeli») und als einen der Höhepunkte eine Basler Hymne,
bei der Weber auf der Panflöte «Z Basel» und Heid auf dem Piccolo den
«Wettstai-Marsch» pfeift.
«Flötenzauber» in Japan ist nicht so pompös wie die «Top Secret» in
Schottland. Klein, aber fein und zweifellos nachhaltige Werbung für die Stadt Basel. Das Stadtmarketing könnte sich davon getrost eine Scheibe abschneiden…



