«Gränzelos». Das Motto des 15. Mimösli-Jahrgangs ist kurz und knapp gefasst. «Das Wort kann in alle Richtungen interpretiert werden – positiv wie negativ», lässt sich Programmleiter Harald Lachnit an der heutigen Medienkonferenz (wie gewohnt) noch nicht gänzlich in die Karten blicken. «Gränzelos» dürfte gemäss Aussagen von Regisseur und «Hausherr» Häbse H. J. Hersberger auch auf den krönenden Abschluss des Vorfasnachts-Programms im Häbse-Theater zutreffen: «Dieser wird auch über die Grenzen von Basel hinaus Gesprächsstoff liefern», gerät er in Sachen Stargast-Nummer ins Schwärmen. Die Messlatte liegt hoch: Im vergangenen Jahr begeisterte Musik-Legende Hazy Osterwald über Wochen das Mimösli-Publikum.
Was der Mimösli-Hausherr bereits im Juni in einem Interview mit Basler Fasnacht Online durchblicken liess, ist nun definitiv: Für 2004 konnte als Stargast-Nummer «was ganz Grosses» (Zitat Hersberger) verpflichtet werden. Insgesamt 17 Leute werden bei diesem Auftritt auf der Bühne stehen – nebst dem noch unter dem Deckmantel gehaltenen Hauptakteur sind dies insbesondere wieder die Piccolo-Virtuosen Thomas Heid und Thomas Weber. Hersberger verhehlt nicht, dass der verpflichtete Top-Star Mehrkosten verursacht – im Vergleich zum Vorjahr gibt es sechs zusätzliche Vorstellungen, dadurch sollen diese zumindest teilweise amortisiert werden. Doch trotz 58 Terminen und derzeit noch 20 358 freien Plätzen müssen sich Mimösli-Interessenten sputen: «Nach dem internen Vorverkauf an die ‹Freunde des Häbse-Theaters› dürften nur noch knapp 800 Tickets in den öffentlichen Verkauf gelangen», erklärt Lachnit. Dieser beginnt am kommenden Dienstag um 15 Uhr.
In neuer Zusammensetzung präsentiert sich das Ensemble: Zu den bereits bekannten Namen Häbse H. J. Hersberger, Hedy Kaufmann, Nicole Loretan, Patrick «Almi» Allmandinger und Eugen Urfer gesellen sich drei neue Gesichter. Neben der jungen Schauspielerin Bianca Meesters konnte Urs Werner Jaeggi, ein Basler Musical-Darsteller, der zur Zeit in Berlin auf der Bühne steht, gewonnen werden. Als letzten Zuzug präsentierte Hersberger ein Urgestein der Basler Vorfasnachtsszene: Während 25 Jahren stand André Schmidt beim «Drummeli» auf der Bühne – nach einer vierjährigen Pause wird er im Häbse-Theater ins vorfasnächtliche Rampenlicht zurückkehren.
Für die musikalischen Leckerbissen werden ausserdem die Tambourengruppe «Octopus» (unter der Leitung von Rolf Schlebach), Charly Jansers «Hofnaare» sowie im Wechsel die Guggemusigen «Claraschnoogge» (25-Jahr-Jubiläum) und «Orginal Chnulleri» verantwortlich zeichnen. Nomen est omen: Als «beständiges Element» bezeichnet Lachnit den Schnitzelbangg «Ständerlampe» – der Bänggler-Part wird in diesem Jahr (ebenfalls im Wechsel) vom «Tam Tam» und den «Muulwiirf» ergänzt. Die Begleitung der musikalischen Nummern und Rahmenstücke am Piano kommt von Daniel Wittlin.



