«Aagfrässe» – gleich in vielerlei Hinsicht

2. Januar 2004 | Von | Kategorie: Nachrichten

«Kai Blatt vor s Muul!», heisst das Fasnachts-Sujet 2004. Und Daniel Laufer gestaltete die dazu passende Blaggedde (oder umgekehrt…). Soweit die bekannten Fakten. Pünktlich zum offiziellen Verkaufsstart am 3. Januar blickt die Basellandschaftliche Zeitung (bz) hinter die Kulissen: Wer ist dieser «Neue», der sich in die Liste der prominenten Plaketten-Künstler Basels einreiht? Mit dem Sujet hält er es offensichtlich wohl nicht so genau: «Daniel Laufer nimmt gerne ein Blatt vor den Mund, wenn es um ihn selbst geht», hält bz-Journalistin Simone Weber nämlich fest. Sie traf den Tambour und «Teilzeit-Grafiker» nach der Vernissage in seinem Atelier im Reverenzgässlein. Dennoch sind im Porträt interessante Fakten über den 37-jährigen (Klein-)Basler zusammen gekommen.

Erst zum zweiten Mal hat Laufer dem Comité einen Blaggedde-Entwurf eingereicht. «Da er im Sommer kaum an Fasnacht denke, habe er den Abgabetermin Ende Juli mehrere Male verpasst», so die bz. Mit seiner Sujetidee, die dem Zeedel und der Fasnachts-Dichtkunst gewidmet ist, traf er nun aber bereits beim zweiten Anlauf ins Schwarze – was in der ganzen Fasnächtler-Familie Laufer für Freude gesorgt hat: «Seit Mitte August wussten wir, dass Daniel der neue Plaketten-Künstler ist», gibt seine Mutter der bz zu Protokoll. «Es war nicht einfach, dies für uns zu behalten, besonders, wenn uns die Leute fragten, ob er wieder am Wettbewerb teilgenommen habe.»

«Bescheidener Vollblutfasnächtler» – diesen Titel trägt das bz-Porträt. Und dies nicht zu Unrecht. Obwohl der beim «Offizielle Brysdrummlen und -pfyffe» mehrfach zum Trommelkönig gekrönte Laufer in der Fasnachtsszene für Aufsehen sorgte, ist der Bauverwalter des Baudepartements Basel-Stadt kein Freund der grossen Töne: «Früher war ich schon voll vergiftet», gibt er zwar zu – «das Trommeln war ein Wettbewerb für mich, wie eine Sportart.» Davon hat Laufer heute Abstand genommen. Doch fasnächtlich zur Ruhe gekommen ist er deswegen keineswegs: Das Laternenmalen, die Trommelinstruktion (beides notabene für renommierte Stammvereine) und die aktive Fasnacht (in einer nicht minder renommierten Tambourengruppe…) sind noch heute wichtige Bestandteile. Wo und wie? Die Antworten darauf sind im bz-Porträt vom Samstag zu finden.