Die Basler Fasnacht ist zwar das Basler Ereignis schlechthin, das die
Bebbi am liebsten ganz für sich behalten, erleben und geniessen wollten.
Aber die Ausstrahlung dieses Naturereignisses kann man nicht unterdrücken; über die «drey scheenschte Dääg» weiss die Welt längst Bescheid.
Vor etwas mehr als zwanzig Jahren war’s, als ich an einer Taufe einen
Amerikaner kennen lernte; er war, damals 24-jährig, als Götti des Täuflings
dabei. Im Jahr zuvor hatte er ein paar Tage in unserer Stadt verbracht; er
war ausgerechnet am Fasnachtsmäntig eingetroffen und am Mittwoch wieder
abgereist. Kein Wunder, dass Corey, so heisst der Mann aus Minneapolis, von
Basel und den Bebbi über alle Massen schwärmt, hatte er doch genau das
Naturereignis mitbekommen. Er mochte an jener Taufe in Biel-Benken, in einem
heissen Juli, kaum glauben, dass die Basler sich nur gerade drei Tage lang
so lustig verkleiden und die Innerstadt komplett auf den Kopf stellen.
Gesehen habe ich Corey nie mehr, doch ein Kontakt nach Minneapolis, wo er
herkommt, besteht immer noch. Wir müssen ihm nämlich jedes Jahr eine
Blaggedde schicken.



