32 Mool schloofe… bis zem Morgestraich

29. Januar 2004 | Von | Kategorie: Nachrichten

«Wir sind Guggen, nicht Fasnächtler.» Hä, wie? Also bitte, der dies
in einem Zeitungsinterview gesagt hat, ist nicht irgendwer. Oh nein,
immerhin handelt es sich um einen Obmann einer Gugge, die nicht nur 20 Jahre
alt ist, sondern die stattliche Zahl von 55 Mitgliedern aufweist. Sie soll,
glaubt man dem Interviewer, «zur eidgenössischen Elite unter den Guggen»
zählen. Jawohl.

Im betreffenden Interview wurde der Guggen-Major mit dem Hinweis, seit 20
Jahren Fasnächtler zu sein, gefragt, ob er den historischen Hintergrund
dieser Tradition kenne. Ja, meinte er, aber er müsse zuerst etwas
korrigieren. Sie seien eben nicht Fasnächtler, sondern Guggenmusiker…

Ja, wo denn der Unterschied liege, fragte der Interviewer weiter. Das sei
eben gar nicht so einfach, meinte der Gugge-Obmann. So, so. Den Rest des
Interviews mit zahlreichen Plattitüden können wir uns getrost sparen. Zu
lesen war es in der BZ. Ah so? Doch, schon ­ allerdings in der «Berner
Zeitung», und bei der besagten Gugge handelt es sich um Schrottofoniker.
Also, liebe Basler Guggemusikerinnen und -musiker, selbstverständlich seid
ihr auch Fasnächtler, und solchen Schrott wie dieser Bärner «Gieu» würdet
ihr ohnehin nie von euch geben, oder?