… und zuletzt das Ende von Basler Fasnacht Online!

1. April 2004 | Von | Kategorie: Nachrichten

Schöne Aussichten! Ein strengeres Reglement solle schon an der Fasnacht 2005 das Leben in den unzähligen Fasnachtskellern einschränken: nur noch für Mitglieder, Nichtraucher-Tische, getrennte Toiletten, Schnitzelbängg nur noch mit Spezialbewilligungen nach § 45 des Wirtschaftsgesetzes. Was juristisch äusserst fundiert hergeleitet war, entpuppte sich in der Sache aber – glücklicherweise – doch als Aprilscherz von Basler Fasnacht Online (BFO).

Die Reaktionen vielen zahlreich aus: «Ein gelungener Scherz», war der häufigste Tenor. «S Zwanzgerli ist erst am Schluss gefallen», liess uns eine Heimwehbaslerin aus dem bernischen Worb wissen – und ein anderer: «Fast hätte ich mich auf den Leim führen lassen, gewisse Ausschmückungen machen den Bericht aber wahrlich unglaubwürdig.» Zum Glück, ist Autor André A. Auderset doch in gewissen Punkten wohl bedrohlich nahe an möglichen Zukunftsvisionen vorbeigeschrammt. A propos Auderset: «Angeblich soll er zur Sittenpolizei zwangsversetzt werden und muss so die neue Regelung gleich selbst umsetzen», liess uns ein weiterer Leser wissen.

Ohnehin war die Fantasie durch die Zeitungs- pardon Internet-Ente so richtig angeregt worden. «Per Berner Dekret findet auch der Morgestraich 2005 am 1. April statt, da die variablen scheenschte drey Dääg volkswirtschaftlich keinen Sinn mehr machen», wusste «Housi» aus Neuhausen am Rheinfall (ein Weltenbummler?). «Und sie werden zudem aufs Wochenende verlegt, damit das Volgg produktiver schaffen kann.» Auch «nur» eine Vision? Aus dem hohen Norden kam gar die Anregung zur Verfeinerung des Aprilscherzes: «Die neuen Bestimmungen sind ausweispflichtig – die Ausweise können ab heute in den Cliquenkellern bezogen werden», schrieb Marcel vom Dupf-Club, der sich in Tornio in «Magic Lapland» (O-Ton Marcel) befindet.

Die Aufarbeitung des Tages mussten wir an dieser Stelle aber leider abbrechen, weil auf «Fasnachtswaelt.ch» folgende Meldung veröffentlicht wurde: «Nach langwierigen Verhandlungen haben wir es geschafft, den grössten Internet-Konkurrenten zu übernehmen, Entlassungen wird es keine geben.» Nein. BFO hat sich nicht auf die Suche nach einem «Weissen Ritter» für den Übernahmekampf gemacht. Vielmehr geniessen wir ganz einfach unser Feierabend-Bierchen und brüten über den nächsten Ideen. Wenns wieder heisst… «April, April»!