«Drummeli» schon wieder regielos

18. Mai 2004 | Von | Kategorie: Nachrichten

Das Fasnachts-Comité hat es zur Zeit nicht leicht mit dem Trommel-Monstre-Konzert, vulgo «Drummeli». Für das Jahr 2003 hatte man mit Renato Salvi einen Wunschkandidaten gefunden, der dann auch tatsächlich, vor allem hinsichtlich des Sorgenkinds «Rahmestiggli», eine sehr beachtliche Premiere hinlegte. Durch eine private Beziehung geriet Salvi dann aber ins Hotellerie-Fach und trat als Regisseur bereits nach einem Jahr zurück.

Nicht viel besser erging es dem Comité nun mit der Nachfolgerin (und ersten Frau am Regiepult), Simone Schoop, die nicht nur als Schauspielerin, sondern verschiedentlich schon erfolgreich als Verantwortliche und Assistentin bei Inszenierungen in unserer Region auf sich aufmerksam gemacht hat – so insbesondere auch bei der Baseldytsche Bihni. Trotz einer Beamer-Panne an der Premiere, für welche die Regisseurin nicht verantwortlich zu machen ist, lieferte Schoop ein gutes «Drummeli» ab – und verabschiedet sich nun gleich wieder.

Für ihren unerwartet schnellen Abgang macht Schoop berufliche Gründe geltend. Sie habe andere Projekte, die sie stark in Anspruch nähmen, und «mit einem 100-Prozent-Job ist es nicht möglich, nebenbei eine solche Produktion durchzuziehen», sagt sie gegenüber Basler Fasnacht Online (BFO). Der Abgang habe aber rein persönliche Gründe: «Die Arbeit war zwar enorm anstrengend, hat aber auch ungeheuer Spass gemacht. Und das Zusammenspiel mit den Comité-Verantwortlichen war ausgezeichnet.»

Seitens des Comités bedauert man den Rückzug: «Wir hätten gerne mit Simone Schoop weitergemacht, aber es war ihr eigener Entscheid; zurückschauen bringt nun nichts», wie Obmann Felix Rudolf von Rohr gegenüber BFO erklärt. Man will jetzt nichts überstürzen, die Suche habe aber bereits begonnen und soll im Laufe des Sommers abgeschlossen sein. An Anwärtern fehle es nicht: «Wir sind mit möglichen Kandidaten im Gespräch, von denen sich einige selbst angeboten haben.»