14. Februar 2005, vier Uhr morgens. In der Basler Innerstadt werden die Lichter ausgehen. «Morgestraich, vorwärts, Marsch!» Gut möglich das der eine oder andere Aktive oder Zuschauer dann schon ziemlich «uff dr Schnure» sein wird. «Für 161 Vorfasnachts-Veranstaltungen stehen nur gerade 38 Tage zur Verfügung», berichtet die Basellandschaftliche Zeitung (bz) in ihrer heutigen Ausgabe, «und die zehn Premieren finden innerhalb sogar nur 24 Tagen statt.» Doch der Reihe nach.
Den Reigen der Vorfasnachts-Veranstaltungen wird 2005 das Ridicule von Helmut Förnbacher eröffnen. 17 Vorstellungen stehen vom 5. Januar bis 5. Februar auf dem Programm. Einen Tag später folgen das Mimösli (mit 49 Vorstellungen erneut Spitzenreiter) und – nach dem riesigen Erfolg in diesem Jahr – auch das Pfyfferli im Fauteuil-Theater. Obwohl ursprünglich nur im Zwei-Jahres-Rhythmus geplant, bestätigte Hausherr Claude Rasser gegenüber der bz die Neuauflage im kommenden Jahr.
Damit nicht genug. Sollen doch das Kinder-Charivari, das in der Kuppel aufgeführte Fasnachtsbändeli, die erstmals (und letztmals?) im Atlantis stattfindende Stubete, die Räppli-Serenaade, das Charivari und natürlich das Drummeli nicht vergessen werden – abgerundet vom Offizielle Brysdrummlen und –pfyffe. Basler Fasnacht Online nimmt den Ball gerne auf und rechnet weiter. Bei einer durchschnittlichen Vorstellungsdauer von zweieinhalb Stunden ergeben die 161 Vorstellungen nämlich die stolze Summe von über 400 Stunden. Oder anders ausgedrückt: Aneinander gereiht würde das Vorfasnachts-Programm 2005 eine Spieldauer von 16 Tagen und 18 Stunden ergeben – und dies wie erwähnt innerhalb von 38 Tagen. Rein statistisch gesehen ist vom 5. Januar bis 12. Februar also alle zweieinviertel Minuten irgendwo Vorfasnacht. Von wegen «die drey scheenschte Dääg»…



