Königlicher Applaus für «ambitionierte» Basler

14. September 2004 | Von | Kategorie: Nachrichten

Das «Norwegian Military Tattoo» feierte am letzten Wochenende in Oslo das 10-jährige Bestehen. Nebst hochrangigen Angehörigen der Armee gab sich an der Samstagabend-Vorstellung auch das norwegische Königspaar die Ehre. Den Auftakt des diesjährigen Tattoos bildete die Parade am Freitagnachmittag. Nach einer kurzen Generalprobe marschierten alle teilnehmenden Gruppen von der «Akehus Fetsning» bis zum königlichen Palast. Diese Parade entpuppte sich langsam aber sicher als ein Orientierungslauf. Jede Formation legte die rund zwei Kilometer lange Strecke, die für den Stadtverkehr nicht einmal gesperrt wurde, einzeln und mit einem riesigen Abstand auf die nächste Gruppe zurück. Das Ziel dieser Parade war der Vorplatz des königlichen Palastes. Dass die Königsfamilie aus sehr beschäftigten Leuten besteht, erkannte man daran, dass beim anschliessenden Konzert die Palastterrasse leer blieb. Einzig ein paar Hofangestellte blinzelten hinter den Vorhängen hervor.

Das Tattoo selbst glänzte dafür durch die Perfektion der einzelnen Darbietungen. «The Central band of the Army of the Czech Republic» aus Tschechien und die heimische «The Band an Drillteam of H M the Kings Guard» zeigten eine brillante und bis ins letzte Detail perfekte Marschvorführung. Aus Deutschland kam «The Berlin Police Motocycle Display Team», welches eine gewagte Show mit alten Polizei-Motorrädern bot. Ein Ohrenschmaus waren auch «Mari Eriksmoen and Ina Kringlebotn» und «The Andrews Sister», die das Tattoo mit ihren Gesangsvorträgen musikalisch untermalten. Extra aus den USA angereist kam «The United States Navy Band» und «The United States Navy Ceremonial Guard Drill Team».

Einer der Höhepunkte an diesem Abend war aber sicher einmal mehr das «Top Secret Drum Corps». Mit ihrer perfekten Trommel-Show rissen sie das Publikum zu spontanen Beifallsstürmen hin. Auch das Königspaar war sichtlich erstaunt über das Können der «group of young and ambitioned drummers from Basel» und klatschte nach jedem Schlegelwurf vor Begeisterung.