Auf der «Wasserscheide» zwischen Basel und Zürich, dem Bözberg, orientierte das verjüngte Charivari-Team unter der Leitung von Obmann Daniel Thiriet über das Programm 2005. «Wenns am Määntig sächsi lüütet!» – e fasnächtligi Gschicht in zwai Dialäggt, so lautet der provokative Titel. Die Geschichte basiert auf dem bekannten Roman «Das doppelte Lottchen» von Erich Kästner. Grundthema ist der ewige Streit zwischen Basel und Zürich, oder besser gesagt den Baslern und denen aus «Downtown Switzerland».
«Während die Basler alles was ennet dem Bözberg aus Richtung Zürich kommt argwöhnisch und manchmal mit humoristischem Ekel begutachten und grundsätzlich schlecht finden, sind die Basler den Zürchern im Grunde genommen egal. Was sie allerdings als etwas arrogant erscheinen lässt», so erklärte Produktionsleiter Jonas Blechschmidt die Grundidee dieser endlosen Geschichte.
Selbstverständlich wurde über den Inhalt des Stücks noch nicht allzuviel verraten. Doch sei es eine humorvolle und turbulent-hektische Erzählung. «Sie handelt von zwei Menschen, welche in Dialekt, Aussehen, Charakter, Interessen und Wohnort grundverschieden sind. Und so hält sich die Sympathie füreinander eher in engen Grenzen», so Blechschmidt. Das Stück spielt in Basel und Zürich in der Zeit vor der Fasnacht 2005. Begonnen hat es aber schon vor 30 Jahren. Warum kommen sich zwei Personen, welche sich eigentlich streiten sollten, plötzlich doch näher, als es ursprünglich geplant war? Warum wird das Fussballspiel Basel gegen GC plötzlich zweitrangig, obwohl, was in der Realität völlig undenkbar ist, GC gewinnt? Und was passiert, wenn die beiden plötzlich feststellen, dass die Basler Fasnacht und das Zürcher Sächsilüüte vielleicht etwas Gemeinsames haben? Hat es damit zu tun, dass beide am selben Tag Geburtstag haben? Diese Fragen werden erst an der Premiere beantwortet.
Das Schauspiel-Ensemble besteht aus Roland Herrmann, Kristina von Holt, Kurt Walter und Marco Candoni. Für fasnächtliche Stimmung sorgen die «Lälli-Clique», die reine Frauengugge «Rätsch-Beeri», die Tambourengruppe «Chriesibuebe», sowie eine noch namenlose Pfeifergruppe unter der Leitung von Annika Julliard. Solisten sind Kevin Klapka (Piccolo) und Edith Habraken (Percussion). Die Bängger vertreten «dr spitzig Ryssblei» (dritter Rang am Schnaabelbryys) von den Bängg fir Basel und «d Gwäägi» (VSG). Special Gast ist der Zürcher Musiker und Autor Werner Widmer, alias «Blues-Max». Sein Motto lautet: «Wenn man sich selbst nicht mehr allzu ernst nimmt, kann der alltägliche Blues zur Lachnummer werden». Regie führt diesmal der Birsfelder Peter Portmann, Jahrgang 1963. Der gelernte Schauspieler ist heute Inhaber einer Firma, welche in den Bereichen Management, Verkauf, Sport, Museen, Musik und Bühnenkunst tätig ist.
Das 30. Charivari spielt im Volkshaus Basel vom 15. bis 29. Januar 2005 (25./26. Januar geschlossenen Vorstellungen). Der Vorverkauf beginnt am 15 November über die Basler Ticket-Verkaufs- und -Vertriebsorganisation «TicTec». Informationen dazu gibt es in Kürze auf der Charivari-Homepage.



