Im ersten Vorrundenspiel trafen die Bebbi Yysbäre auf die Schnurecheckers, der einzigen Mannschaft, welche aus dem Kleinbasel angereist ist. Unter den Klängen der Bebbi-Hymne «Basler Bebbi for ever» präsentierten sich die Yysbääre in ihren traditionellen weissen Trikots als Heimmannschaft auf dem Eis, gefolgt von den Schnurebegge ganz in Rot. Als Einmarschmusik wählten sie einen Titel von Rammstein, was sich in der Folge als günstig erweisen sollte. Um 14.40 Uhr eröffnete dann das Schiedsrichtertrio das nachmittägliche Turnier.
Die Basler Bebbi begannen den ersten Match sehr verhalten und agierten vor allem in der Verteidigung sehr unkonzentriert und nervös. Trotz einer langen Vorbereitungsphase konnten die im Training erarbeiteten Spielzüge der Sturmlinien nicht umgesetzt werden. Die Schnurecheckers erkannten die Schwächen des Gegners und erzielten dank gutem Kombinationsspiel die ersten zwei Tore des Turniers. In der Pause gab es auf der Bank der Yysbääre harsche Kritik vom Headcoach Oli V. In der Folge kam die Heim-Mannschaft besser ins Spiel und erarbeitete sich manch hochkarätige Chance zum Abschluss, welche aber durch den hervorragend haltenden Torhüter der Checkers zunichtegemacht wurde. Der Anschlusstreffer der Bebbi gab zwar noch einmal Aufschwung, konnte aber schlussendlich die 2:4-Niederlage nicht mehr abwenden. Aufgrund der konzentrierteren Leistung und der optimalen Chancenauswertung gingen die Schnurecheckers als verdienter Sieger vom Eis.
Das zweite Vorrundenspiel war ein klassisches Lokalderby der beiden Mannschaften aus «down town» – vom Barfi und der Steinenvorstadt. Die Staine Oilers traten erstmals in ihren neuen, feurigen Heimtrikots in gelb-schwarz an. Optisch ein Hochgenuss (chapeau). Der Auftritt der Stainlemer wurde vom angereisten Fan-Block, welcher zahlenmässig und dezibelmässig am besten vertreten war, frenetisch bejubelt.
Den Seibi Ice Pigs war anzusehen, dass sie aus alten, erfahrenen Hockeyrabauken zusammengesetzt waren, hatten die meisten doch wenig bis gar keine Zähne mehr. Optisch wurde dieses Manko jedoch aufgebessert durch das Mitwirken zweier graziler Miss Piggys in ihren Reihen.
Angepeitscht durch die Staine-Fans auf der Stehrampe stiegen die Staine Oilers kompromisslos in ihr erstes Spiel ein. Mit konsequentem Forechecking und perfektem Passspiel in den Sturmlinien erarbeiteten sie sich rasch eine 2:0-Führung und es schien so, als hätten die Pigs dem nichts mehr entgegen zu halten. Seibi-Coach Jügge fand aber noch den ominösen «Zaubertrank» und konnte seine Truppe damit animieren. Innert kurzer Zeit gelang den Ice Pigs der 2:2-Ausgleich. Wahrscheinlich war Goalie Leber kurz von der holden Seibi-Weiblichkeit geblendet und liess sich zweimal überraschen. Es roch schon nach Verlängerung, als kurz vor Schluss den Oilers doch noch der Führungstreffer zum 3:2 gelang und sie somit als zweite Mannschaft in den Final einzogen.
Das Publikum war nun gespannt auf das folgende kleine Finale um den 3. und 4. Platz zwischen den Yysbäären und den Pigs. Konnte der Bebbicoach die Mängel aus dem Erstrundenspiel in der Pause beheben und hatten die Seibi, welche ohne Unterbruch wieder aufs Eis mussten noch genügend «Zaubertrank»?
Die Bebbi Yysbääre kamen jedenfalls wie verwandelt aufs Eis zurück, das gepflegte Passspiel wurde in Perfektion zelebriert und die Pigs hatten das Nachsehen, so dass es bald 0:1 zu ihren Ungunsten stand.
Bebbi-Coach Oli V. stellte die Yysbääre hervorragend auf den Gegner ein. Sobald der Seibi-Topscorer mit gelbem Helm auf dem Eis stand, setze er den ersten Block ein, um den schnellen Stürmer zu isolieren. Diese Taktik zeigte den nötigen Erfolg. Den Bebbi gelang es sogar in Unterzahl den Vorsprung auf 2:0 auszubauen. Kurz darauf kam es zwar noch zu einer kritischen Situation, als kurz hintereinander zwei 2-Minuten-Strafen gegen die Yysbääre ausgesprochen wurden. Die Ice Pigs konnten allerdings die 5:3-Überzahlsituation nicht nutzen (zu wenig oder zu viel Zaubertrank?). Kurz vor Schluss gelang es den Bebbi mit einem sehenswerten Tor in die obere rechte Ecke durch Stürmer Flo U. den Sack dicht zu machen. Dem Bebbi-Hüter (Urs V.) gelang somit der einzige «Shutout» des Turniers.
Um 18.30 Uhr kam es dann zum Höhepunkt des Nachmittags, dem mit Spannung erwarteten Finalspiel des Turniers zwischen den Siegern der Vorrundenspiele. Brisanter hätte die Paarung nicht sein können. Kam es doch zum Klassiker Gross- gegen Kleinbasel. Beide Teams kamen gestärkt und regeneriert aus den Kabinen. Die Startphase begann für die Stainlemer fulminant – gemäss ihrem Motto «We will rock you». Schnell konnten sie sich einen 2:0-Vorsprung erarbeiten. Durch die sicher geglaubte Führung schlichen sich jedoch Konzentrationsmängel im Spiel der Oilers ein, welche die Checkers gnadenlos ausnützten, so dass ihren altgedienten, erfahrenen Cracks der Ausgleich zum 2:2 gelang. In der Folge war das Spiel sehr ausgeglichen und es ergaben sich Torchancen auf beiden Seiten, welche jedoch beide ausgezeichneten Torhüter zunichte machten. Ein kurzes Aufbäumen der Oilers brachte sie dann 3:2 in Führung und der Turniersieg schien in greifbare Nähe zu rücken. Durch ein abgeklärtes Spiel und grössere Kraftreserven gelang den Schnurecheckers jedoch das Unmögliche: Sie konnten das Spiel noch zu ihren Gunsten drehen und schliesslich hatten sie das bessere Ende für sich. Sie überflügelten die Oilers und gewannen das Turnier verdient mit einem 5:3-Finalsieg.
Zum Abschluss trat Turnier-Direktor Dänny Schärli ans Mikrofon und bedankte sich bei allen Mannschaften für den fairen und brillanten Eishockeysport, den alle vier Mannschaften gezeigt hatten. Aus den Händen von Erika «Bötschli» Giger erhielt der Kapitän der Schnurecheckers Wolfie V. dann den Siegerpokal, eine Basler Zinnkanne. Gratulation an den Sieger – man darf gespannt sein auf die zweite Auflage des Fasnachts-Eishockey-Cups im nächsten Jahr.
Die Schluss-Rangliste:
1. Schnurecheckers
2. Staine Oilers
3. Bebbi Yysbääre
4. Seibi Ice Pigs



