«Es bleibt die bange Frage, ob es möglicherweise das letzte Konzert war», befürchtete Basler Fasnacht Online in der Rezension des Museumskonzärtlis 2003 (zum Bericht). Nein. War es nicht. Zum Glück. «Mit wiederum neuen und jungen Kräften geht nun am Montag und Mittwoch vor der Fasnacht, also am 7. und 9. Februar 2005, jeweils um 20 Uhr, einmal mehr ein Museumskonzärtli über die kleine Bühne der Aula im Museum der Kulturen», heisst es in der heute veröffentlichten Medienmitteilung.
Diese neue Gruppe – unter der der Leitung von Noëmi Rediger – setzt sich aus sieben Pfeiferinnen und zwei Tambouren zusammen und hat sich etwas Besonderes einfallen lassen. «Die Kompositionen beziehen sich allesamt auf Gassen, Strassen, Plätze und Orte in Basel», verrät die Medien-Verantwortliche und mehrfache Pfeifer-Königin Cathrin Cattelan. «Es handelt sich dabei um ältere Kompositionen von Karl Roth, Karl Scherrer, René Brielmann, Walter Saladin und Robi Juen». Dazu kämen laut Mitteilung «gutes Mittelalter» von Cheese Burckhardt, Arth Paul und Maurice Rossel – «aber auch neuere Arrangements von Michael Robertson, Thomas Heid und Klaus Herrendorf, sowie schliesslich sogar die Ur-Aufführung eines neuen Wurfs von Beery Batschelet.» Man darf gespannt sein.
Die Erfinder der fasnächtlichen Kammermusik des Museumskonzärtlis waren Georges Mathys, Duri Schmid und Otti Wick. «Dank Urs Ramseyer fand eine erste Präsentation im Jahr 1970 zwischen den Dinosauriern im damaligen Museum für Völkerkunde statt», erklärt Cattelan. Die «wilde» Gruppierung der angefressenen Fasnächtlerinnen und Fasnächtler veränderte sich im Lauf der Jahre immer wieder. So war es einmal die Gruppe MIR um Gerhard von Ah und schliesslich Beery Batschelets «Museumsgruppe», welche die vorfasnächtliche Wunderkerze immer funkeln liessen. Eines dürfte auch dem neuen Ensemble gewiss sein: Ein unheimlicher Ansturm auf die Billets.



