«Am 05. Januar 2005 wird unsere Präsentation der Cliquengeschichte mit
Schwerpunkt auf die lange Tradition der Laternenmalerei in den Schaufenstern
der Credit Suisse in der Freien Strasse eröffnet. Anfänglich ein mit Pfeifen
und Trommeln geplanter erster Höhepunkt im Jubeljahr. Doch das
Tagesgeschehen schreibt oft eine andere Geschichte. Nach der schrecklichen
Naturkatastrophe im indischen Ozean scheint es uns äusserst unpassend, am
nationalen Gedenk- und Sammeltag pfeifend und trommelnd ein Schaufenster
mitten in der Stadt zu lancieren. Wir haben uns darum entschlossen, den
Anlass ohne musikalische Untermalung stattfinden zu lassen. Wir haben dafür
an Silvester eine Sammelaktion gestartet. Aus der Jubelkasse der Spezi
wurden 500 Franken als Grundlage einbezahlt, die Mitglieder haben bis heute
spontan noch über 1000 Franken dazu gespendet. Wir werden diese Sammelaktion am 5.1.2005 weiterführen und sicher eine stattliche Summe der Glückskette überweisen können.»
Diese E-Mail ist uns Sonntagnacht von der Spezi-Clique zugegangen, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Zum einen finde ich bemerkenswert, wie die Jubel-Clique spontan mit der Art der Durchführung ihrer Vernissage den tragischen Ereignissen in Südostasien Rechnung trägt. Zum anderen wünschte ich mir, alle, ausnahmslos alle Fasnachts-Einheiten, auch wenn sie nicht jubilieren, möchten dem guten Beispiel der Spezi folgen und selbst sammelnd tätig werden. Wie wäre es, wenn sie auf zehn Prozent ihrer vom Comité zugesprochenen Subvention zugunsten der Notleidenden verzichteten? Und das Comité seinerseits etwa an seinen drei Verkaufsinseln an der Fasnacht zugunsten der Katastrophen-Opfer sammelte?
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