Seit dem 9. November laufen die Proben, seit gestern üben die 15 Schauspielerinnen und Schauspieler sowie alle anderen Mitwirkenden auf der Bühne im Volkshaus.
Zurzeit werden gerade die letzten Zahnräder eingefügt, nämlich die musikalischen Elementen. «Wir haben nur noch mit beruhigen Problemen zu kämpfen, etwa wie man 50 Leute einer Clique durch eine Drehtüre von der Bühne herunterbringt», so Produktionsleiter Jonas Blechschmidt.
Guten Mutes zeigte sich auch der Regisseur Peter Portmann: «Ich freue mich sehr auf die Premiere und hoffe, dass der Humor des Stückes auch wirklich ankommt.» Denn diesmal handle es sich nach einigen ernsteren Charivari-Jahrgängen um eine echte Komödie mit veritablen «Brüllern», verspricht der Regisseur.
«Besucherinnen und Besucher aus Zürich werden bei uns nicht mit Kabelbindern an die Tische gefesselt», versprach Produktionsleiter Jonas Blechschmidt mit Anspielung auf die unschönen Ereignisse beim letzten Auswärtsspiel des FCB. Dabei könnten gewisse Feindseligkeiten durchaus vermutet werden, dreht sich beim Charivari 2005 doch alles um den ewigen Konflikt zwischen Basel und Zürich. Der diesjährige Plakettengestalter Kurt G.I. Walter zeigt sich in der Szene, welche heute den Medien vorgespielt wurde, sehr irritiert darüber, dass seine Theater-Tochter eine Einladung aus Zürich annehmen will um dort als Vertreterin des Gastkantons Basel im OK des «Sächsilüüte» mitzuwirken. Sie wolle doch nur aktive Entwicklungshilfe vor Ort leisten, so die Antwort der Tochter.
Das Stück, basierend auf Erich Kästners Roman «Das doppelte Lottchen» geht von der These aus, dass Basel meist neidisch und skeptisch nach Zürich blickt, während sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Limmat-Stadt gar nicht erst für das Treiben am Rheinknie interessieren. Er habe zu den bisherigen Medienkonferenzen wie auch zu der Premiere an die 20 Zürcher Medien eingeladen, sagte Charivari-Obmann Daniel Thiriet gegenüber Basler Fasnacht Online. Kaum überrascht habe ihn aber, dass bisher kein einziger Vertreter aus Zürich aufgetaucht sei, ob die eingeladenen Persönlichkeiten aus Zürich sich an der Charivari-Premiere zeigen, bleibt abzuwarten. Ein Zürcher wird aber auf keinen Fall fehlen: Werner Widmer alias Blues-Max, der beim 30. Charivari selber auf der Bühne steht.
Tickets für das Charivari 2005 sind noch zu haben. Der Vorverkauf laufe «ansprechend», sagte der Daniel Thiriet und betonte, dass über die Charivari-Homepage jeweils bis zehn Minuten vor Vorstellungsbeginn Tickets zu beziehen seien.



