29 Comité-Bängg stehen in den Startlöchern

12. Januar 2005 | Von | Kategorie: Nachrichten

Das Schnitzelbank-Comité gehört mit der Basler Schnitzelbangg Gsellschaft (BSG) und der Verainigty Schnitzelbangg Gsellschaft (VSG) zu den drei grossen Schnitzelbangg-Gesellschaften. Diese «regieren» bereits seit über 80 Jahren. Sie stellen auch das Gros der Bänggler. Im Jahr 2005 sind es bei den Comité-Bängg 29, der BSG 20 und der VSG 14 Gruppen. Daneben gibt es noch den Bangg fir Basel (BfB) mit 10 und die Bebbi Bängg mit 7 Aktiven. Dazu kommt noch eine unbekannte Zahl sogenannter «Wildi Bängg».

«Der Name Comité-Bängg wird oft falsch verstanden. Wir sind keine Unterabteilung des Fasnachts-Comités», erklärte Obmann Andreas «Dres» Nabholz an der heutigen Medienkonferenz. Die Bänggler-Szene hat sich heute praktisch im Zentrum der Stadt konzentriert. Daher würden die Aktiven in den Restaurants in eine Warteschlaufe gedrängt. Besonders extrem ist dies in den Beizen, wo das Fernsehen präsent ist.

Seit zwei Jahren treten die Comité-Bängg im Schauspielhaus auf. Claudio Magoni stellte diese Auftritte unter das Motto « loose, luege, ässe, dringge». In angenehmer Ambiente kann man die Qualität der Bängg geniessen. Beim «loose» stört kein Beizelärm, und es gibt keine Wartezeiten bei den Auftritten. Auch das «luege» ist im Schauspielhaus ein Vergnügen. Man verzichtet auf die bisherige Guggkasten-Bühne. Die Aktiven treten nun auf einer freien Fläche auf. Der Hintergrund mit Comité-Logos und farbigen Streifen lenkt nicht vom Auftritt ab. Gestaltet wurde er von Fredy Brack. Insgesamt hat das Schauspielhaus 445 Sitzplätze. 276 davon sind im Parkett, wo man «ässe» und «dringge» kann. Die Atmosphäre ist hier intimer als im Theater, die Bängg sind hier quasi «zum Anfassen» nahe.

Dass das Schnitzelbangg-Comité sich auch um den Nachwuchs kümmert, darüber berichtete Walo Niedermann. Man brauche eben mindestens 20 Bängg. Und einige Aktive sind schon sehr lange dabei und werden irgend wann einmal aufhören. Im Oktober führte das Comité daher einen Informationstag durch. Das Echo darauf übertraf alle Erwartungen. Fünf Bewerber davon werden 2005 erstmals als Comité-Bangg auftreten. Hanspeter Sommer stellte sie kurz vor. Es sind dies Doggter FMH, Dootebainli, Fägnäscht, Gardischte und Lange Naase. Ihr Bänggler-Jubiläum feiern die Filzluus (30 Jahre), Gluggersegg und Käärnebigger (20 Jahre), sowie Passevite, Stroossewischer und Verschiffte (10 Jahre).

Nabholz konnte auch ein neues Comité-Mitglied vorstelle. Dominik «Domo» Löw ist selbständiger Grafiker und Illustrator. Er ist Tambour bei den Schnooggekerzli und malt seit 30 Jahre Laternen. Auch die Helgen einiger Comité-Bängg sind sein Werk.

Weitere Informationen:

Homepage Comité-Bängg