Fasnächtler, ab auf die neue Route!

7. Februar 2005 | Von | Kategorie: Nachrichten

Bei keiner anderen Orientierung sind so viele Medienvertreter anwesend, wie wenn das Fasnachts-Comité ruft. So auch an der Pressekonferenz über die Fasnacht 2005, die wie üblich am Montag vor dem Morgestraich im Restaurant Kunsthalle stattfand. Zu Beginn orientierte Obmann Felix Rudolf von Rohr über den Plakettenverkauf, Subventionen, die Auswertung der Stau-Untersuchung und die Sujets der Einheiten.

Der Plakettenverkauf läuft zufriedenstellend. An den drei Fasnachtstagen werden erstmals die drei Comité-Inseln eingesetzt. Eine bleibt ständig auf dem Marktplatz. Die beiden andern befinden sich am Montag und Mittwoch auf dem Barfüsser- und dem Claraplatz. Am Dienstag disloziert eine an die Laternen-Ausstellung auf dem Münsterplatz, die andere an die Wagen- und Requisiten-Ausstellung auf dem Kasernenareal. An ihnen erhält man Plaketten, das Litho von der Plakette, Zeedelbündel und den Mehrwegbecher. Das Comité erhofft sich dadurch einen fünfstelligen Betrag an Mehreinnahmen. Die Plakette und das Drummeli sind die Haupteinahmequellen für den Subventions-Topf. Die Höhe der Subvention für eine Einheit richtet sich zu drei Vierteln nach der Anzahl der Teilnehmer und einem Viertel nach der Umsetzung des Sujets.

Bei der Festlegung des neuen Routenplans stützte sich das Comité auf die «Ergebnisse aus der Stau- und Lückenerfassung am Cortège» und die «Ergebnisse aus der Mengenfluss-Analyse». Diese Untersuchung an elf Standorten wurde letztes Jahr erstmals durchgeführt und soll 2005 wiederholt werden. Auf der inneren Route gab es an der Riehenstrasse die meisten Lücken (Montag 128, Mittwoch 119). Keine Staus gabs am Montag ebenfalls in der Riehenstrasse, am Mittwoch an der Riehenstrasse, Eisengasse und Wettsteinbrücke. Auch auf der äusseren Route gab es an der Riehenstrasse die meisten Lücken (Montag 120, Mittwoch 107). Keine Staus hatte es an beiden Tagen auf der Wettsteinbrücke.

Der offizielle Fasnachtsführer «Rädäbäng» umfasst 148 Seiten (wieder vier mehr als im letzten Jahr). 493 Einheiten sind mit Abmarschort und Sujet dort eingetragen. 286 Sujets sind auf Grund der Eintragung «verständlich». Spitzenreiter mit 26 Einträgen ist die «Passerelle», gefolgt von «BVB» (19), «Tut-anch-Amun» und «Wie zu Gotthelfs Zeiten» (je 18 Mal).

Comité-Mitglied Urs Bucher orientierte über die Strassenfasnacht. Anhand der durchgeführten Analysen wurde die Route gekürzt. Auf der inneren Route fällt die Schlaufe Rheingasse, Lindenberg, Utengasse weg. Es geht von der Mittleren Brücke durch die Greifengasse direkt zum Claraplatz. Auf beiden Routen entfallen die Freie Strasse (innere Route) und die Gerbergasse (äussere Route). Dafür kommt es zwischen Rüdengasse und Barfüsserplatz zu einem Kontermarsch durch die Falknerstrasse. Ein solcher war auch für die Greifengasse geplant, doch ist dies verkehrstechnisch nicht möglich.

Die Wagen- und Requisiten-Ausstellung findet von Montagabend bis Mittwochmorgen wieder auf dem Kasernenareal statt. 27 Wagen und rund 35 Requisiten können dort in Ruhe bestaunt werden. Der Dienstagnachmittag steht im Zeichen der Kinder. Sie bekommen einen Sack Räppli. Auf einem Wagen können sie sich im Orangen-Werfen üben, einen Ballon als Fasnachtsgruss fliegen lassen oder einfach nur «Waggis sii». Am Abend veranstalten verschiedene Cliquen eine «Masggeschau», ein «Rääre-Schwinge» und eine «Zoggeli-Schliffi». Um 22.30 Uhr findet der zweite «Räppli-Knall» in der Mitte des Platzes statt. In der «Waggis-Baiz» hat es 200 Sitzplätze. Hier kann man sich durch die Catering-Abteilung des FC Concordia zu moderaten Preisen verpflegen und dabei einen Schnitzelbangg geniessen.

Für die Arbeitsgruppe «Die erschti Lektion» im Comité ist Pia Inderbizin zuständig. Bereits zum 16. Mal findet die Werbe-Aktion auf dem Barfüsserplatz statt. Am Freitag, 18. Februar, von 13.30 bis 17.30 Uhr, am Samstag, 19. Februar, von 11 bis 17 Uhr. Hier können interessierte Eltern mit ihren Kindern sich über die verschiedenen «Jungen Garden» der Stammvereine informieren. Die Kinder können unter fachkundiger Anleitung erste Versuche auf dem Böggli oder dem Piccolo machen. Zudem bot die Arbeitsgruppe Schulen die Möglichkeit, dass vierte Primarschulklassen in den Arbeitskellern der Cliquen ihre eigene Larve cachieren konnten. Acht Schulklassen konnten von dem Angebot profitieren.

Abschliessend orientierten noch Vertreter der Comité-Bängg, der Basler Schnitzelbangg-Gsellschaft (BSG), der Verainigty Schnitzelbangg Gesellschaft (VSG), der Bebbi-Bängg und der Bängg fir Basel über ihre Aktivitäten an der Fasnacht.