Heisse Rhythmen gegen die bissige Kälte

16. Februar 2005 | Von | Kategorie: Nachrichten

Beim Sternmarsch von der Muba bis zum Märt haben sie die zweite
Position innegehabt und jetzt steigen sie als erste auf die Bühne auf dem
Marktplatz: die Ventilatore. Sie machen den Auftakt zum gut 2
1/2-stündigen Gugge-Reigen der FG-Gugge. Mit «Sailing» von Rod Stewart
bringen sie das vieltausendköpfige Publikum ein erstes Mal zum Schunkeln.

Über Kopfhörer bekomme ich mit, dass auf dem Seibi der einzigen rein
weiblichen Gugge, den Rätsch-Beeri wegen ihres 25-Jahr-Jubiläums die
Ehre zufällt, das Konzert der Gugge IG zu eröffnen. Hier auf dem Märt
dirigiert eine äusserst noble Alti Dante die gut 40 Altfranggen, pardon
Räpplischpalter. Nach ihnen heizen die Chaote mit ihrem
äusserst wirbligen Major den Gugge-Fans so richtig ein. Abgelöst werden sie
von den löwenhaften Schänzli-Fäger, deren Major mit seiner riesigen
Mähne als wahrer King auftritt.

Derweil wippen auf dem Seibi die ebenfalls
mehrere Tausend Gugge-Freunde den Takt zu den Klängen der gut 100-köpfigen
Schränz-Gritte mit. Nach ihnen fäägt es so richtig mit «Blueberry
Hill» der Pumperniggel. Die Stachelbeeri gehen mit den
Seibi-Schränzer, die in diesem Jahr gerade mal etwa zehn Schränzer
auf die Beine bringen, eine (vorübergehende?) Fusion ein.

Vom Märtplatz, wo
die Ueli-Schränzer gerade einen unheimlich fetzigen Tiger-Rag zum
Besten geben, verabschieden wir uns für heute und machen einen fliegenden
Wechsel auf den Seibi. Von weitem erkennen wir die in weiss-schwarz
gestreiftem Frack und Zylinder mit rotem Band auftretenden Mohrekopf.
Sie beenden ihren Vortrag mit «s isch e chlises Dräumli gsi». Die Clowns der
Negro-Rhygass, gute 60 Mann stark, bringen das Publikum zum Rasen,
und nach ihnen verpassen die Baggemugge den Zuhörerinnen und Zuhörern
keine Ohrfeigen (was eigentlich ihr Name besagt), sondern schränzerische
Streicheleinheiten. Die Orginal-Chnulleri, die nach den Jeisy
Migger
zweitälteste Gugge, überlassen die Bühne den imposanten
Messingkäfer, die sinnigerweise «La Piccola» spielen, und den
Abschluss machen die vielen Mozarts der FG-Gastgugge
Grachsymphoniker.

Weitere Informationen:

bz-Berichterstattung
Fasnacht 2005