D Zanolari in alte Glaidli uff Sahleweidli

27. Februar 2005 | Von | Kategorie: Nachrichten

Angelika Zanolari hat gewonnen, zumindest die Gunst der Bänggler der
Verainigte Schnitzelbangg Gsellschaft (VSG). Sie war Spitzenreiterin am
«Gala-Oobe» der VSG und musste von fast allen Bänggler Verse über sich
singen lassen. So auch den, der «Nachtschwärmer»:

Mir schigge d’Zanolari uff Sahleweidli

und stegge si dert in alti Glaidli

dr Gotthälf isch do dr richtig Maa

will däre nur no Gott hälfe kaa.

Die SVP-Politikerin lag vor allen anderen diesjährigen Dauerbrennern, wie
der Passerelle, Hakan Yakin oder dem Papst. Nur ein Sujet konnte Zanolari
noch überflügeln: Verschiedene Verse über die BVB hatten die Lacher des
Publikums auf ihrer Seite. Die «Rotznaase» sang über den Combino:

D Granggekasse die will uns nur bhalte

Wenn an folgendes mir uns dien halte

Nimmi suffe, kiffe, und nimm zogge

Und uff kai Fall in Combino hogge.

Die «Luuszäpfe» haben zwar nicht Angst im Combino, aber um ihn:

S’Dramdepot isch abbrennt, und d’Dram steen im Freeye

Znacht muesch se bewache, scho nur wägem spraye

vor allem d’Combino sinn haiggel, glaubsch’s nit:

Sunscht nimmt die, wenn’s blöd goot, d’Metallabfuhr mit.

Der Basler Komiker «Almi» überzeugte das Publikum mit seiner Fasnachtsnummer. Er berichtete als SWR-3-Reporter über die Stimmungsflöckchen (Räppli), den Kackfladenzug (Schyssdräggziigli) und genoss die «zwiebel- und käsebelegten Fladebrote». Almi imitierte vom Waggis über die Vorträbler bis zum Tambourmajor alle Fasnachtsfiguren mit ihren Stärken und Schwächen.

Dr «Super Bebbi» wurde seinem Namen gerecht und nahm sich auch seltenen Banggsujets an:

Fasnachtsmäntig und dr Valentinsdaag

Ai, das isch, e schlächti Laag

sott ych mit dr Frau go ässe, oder Schnitzelbängg singe

ych mach baides, und loo iire e Pizza bringe.

Die neuen Regierungsmitglieder müssen sich zuerst noch einleben und sind
daher noch keine allzugrosse Zielscheibe der Bänggler. Eva Herzog hat
dennoch ihren Einstand bei den «Schnapsbagge» geben können:

Chuum isch d’Frau Herzog gwäählt, foht sie’s scho afo gniesse

und will Stytz wo sie no gar nid hett zem Fänschter ussschiesse.

Und aimool meh mien mir wieder zer Kenntnis näh,

de Fraue derfsch kai Gäld in d’Finger gäh!

Dieser Bangg war in diesem Jahr zum ersten Mal für die VSG dabei und legte
einen guten Grundstein für eine Bängglerkarriere. Hier die „Retourkutsche“,
ein Vers gegen die Männer:

S’Klärli Ramseyer, vo Hilterfinge bi Thun

kunnt uf Basel ins Museum zem Tutanchamun

denn stoht si vor ainere vo däne Mumie-Gstalte

und sait: „Potz Heilanddonner, dä glicht jo mim Alte!“

Bereits fünf Jahre am Singen sind die «Alperöösli». Sie kümmerten sich um die Baselbieter Beamten:

Im Baselbiet wänn si zum spaare

de Beamte d Heizig abefahre

E Root: Ihr sparet vyyl meh Gälder

montieret doch Bewegigsmälder.

Die «Guufekissi» sind selber Baselbieter und scheinen nicht unglücklich
darüber zu sein:

Bisch schyynbar grank und invalid und schyynbar depressiv,

liggsch mit em Wohnort Basel guet, doo zaale si massiv.

Es längt scho, wenn dr s’schaffe stinggt,

denn griegsch es bar uff d’Hand.

Sie, was das koschtet isch uns wuurscht, mir wohne uff em Land.