Am Samstag, 10. September, trafen sich in der Basler St. Jakob-Arena die Fasnachts-Eishockeyaner zum «2. Fasnachts Eishockey-Cup». Das Teilnehmerfeld wurde von vier auf sechs Mannschaften aufgestockt. Neu dabei waren die Gundeli-Seals und die Olym-Pirats. Das Eröffnungsspiel bestritt Titelverteidiger Schnurecheckers gegen Neuling Olym-Pirats. Diese reisten gemäss ihrer Aussage mit reduzierter Crew an. Trotzdem konnten sie sich gegen den Titelverteidiger fast durchsetzen und erreichten ein wohlverdientes 2:2. Im zweiten Vorrundenspiel trafen die Staine-Oilers auf die Gundeli-Seals. Die Routiniers bei den Oilers waren offensichtlich von der Spritzigkeit des Neulings überrascht, so dass sie mit 1:4 auf der Strecke blieben.
Nach den ersten zwei Vorrundenspielen erfreuten sich die zahlreich erschienen Zuschauer an den Hockey-Cracks des EHC Basel, welche ihr Morgentraining zum Besten gaben. Anschliessend trat der Heimclub Bebbi Yysbääre gegen die Schnurecheckers an. Mit der Melodie «I have a dream..» liefen die bis auf die Zähne motivierten Yysbääre aufs Eis. Während der ersten Hälfte waren sie die klar dominierende Mannschaft. Doch in der zweiten Hälfte kamen die Schnurecheckers immer besser ins Spiel. Das schmeichelnde Schlussresultat von 0:0 brachte sie dennoch ihrem Traum ein Stückchen näher.
Darauf folgte Seibi Ice Pigs gegen Staine Oilers. Die Ice Pigs haben sich gegenüber letztem Jahr gewaltig steigern können, so dass sie den Staine Oilers überraschend ein ebenbürtiger Gegner waren und mit einem verdienten 1:1 vom Eis gingen. Im zweiten Spiel der Bebbi Yysbääre hiess der Gegner Olym-Pirats. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fanden die Bären immer besser ins Spiel und gingen mit einem 2:1 als Sieger vom Eis, was für sie die Finalteilnahme bedeutete. Den Nachtisch der Vorrunde wurde von den Gundeli-Seals vs. Seibi Ice Pigs serviert. Mit Spannung wurde der Ausgang dieser Partie erwarten, weil der Sieger sich damit die Finalteilname sicherte. Obwohl es anfänglich für die Ice Pigs sehr gut ausah, vermochten die Gundeli-Seals das Blatt noch zu wenden. Sie glichen zum 2:2 aus und schafften somit die Finalteilnahme.
Im Spiel um den 5. Rang setzten sich die Olym-Pirats gegen die Staine Oilers nach einem harten Kampf mit 4:2 durch. Im Spiel um den 3. Rang vermochten die Ice Pigs nicht mehr an ihre anfänglich guten Leistungen anzuknüpfen, Sie verloren klar mit 1:6 und mussten den dritten Platz dem Titelverteidiger Schnurecheckers überlassen. Den Final bestritten die Platzherren Bebbi Yysbääre gegen den Neuling Gundeli-Seals. Die bekanntlich stark aufspielenden Gundeli-Seals bereiteten den ehrgeizigen Yysbäären gewaltig Mühe. Dank unermüdlichem Kampfgeist konnten die Yysbääre zwar mit 2:0 in Führung gehen. Doch leider liessen in der zweiten Hälfte die Kräfte nach und den Gundeli-Seals gelang der Anschlusstreffer und anschliessen sogar der Ausgleich. Als die Seals gar mit 3:2 in Führung gingen, erforderte es von den Yysbäären noch einen letzten Effort. Sie kämpften mit letzter Kraft und wurden kurz vor Ende der regulären Spielzeit mit dem Ausgleich belohnt. Dank Torhüter Urs Vogt, der sein Kasten im Penalty-Schiessen reinhalten konnte und dem einzigen verwandelten Penalty ging für die Bebbi Yysbääre der Traum vom Pokalgewinn in Erfüllung.
Überschattet wurde das diesjährige Turnier durch das unglückliche Ausscheiden von René H. Dieser tankte sich gegen die gegnerische Verteidigung durch, machte dann einen leichten Dreher, wodurch seine Kniescheibe aus ihrer ursprünglichen Lage glitt. Dies wurde dann ein paar Stunden später im Kantonsspital Bruderholz wieder erfolgreich korrigiert.
Zum Abschluss trat wie gewohnt Turnierdirektor Dänny Schärli ans Mikrofon und bedankte sich bei allen Mannschaften für den fairen und brillanten Eishockeysport, den alle sechs Manschaften gezeigt hatten. Anschliessend durfte Captain Urs W. den Siegerpokal von Felix Rudolf von Rohr, dem Obmann des Fasnachts-Comité, entgegnnehmen. Gratulation an den Sieger – auf die dritte Auflage darf man gespannt sein.



