Charivari 2017: Weltmeister, BL-Gugge und Vertragsverlängerung bis 2075

25. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Top-Thema, Nachrichten

Die nächstjährige Ausgabe des Charivari will starke musikalische Akzente setzen, dabei das Schauspielerische aber keineswegs vernachlässigen. Als Top-Events werden unter anderem eine „Wältmaischter-Drummelgrubbe“, die Schnitzelbänke „Gwäägi“ (Vertrag bis 2075!) und „Schlyffstai“ sowie die Stammclique Seibi und – als Tabubruch – eine Gugge aus dem Baselbiet angekündigt. Der Vorverkauf beginnt morgen Mittwoch.

Es ist das siebte Charivari „unter“ Produzent Erik Julliard, und er könne stolz vermerken, dass man von der Low-Budget-Veranstaltung wieder zu einem Event der Top-Liga in der immer grösseren Vorfasnachtsszene gewachsen sei. Auch 2017 präsentiert man im Volkshaus – so ein nicht ganz unbescheidener Produzent: „Best oft he Best oder die Crème de la Crème“.

Unverzichtbar dabei sei die Stammclique, so Julliard weiter. Den Bereich der traditionellen Fasnachtsmusik deckt 2017 die „Seibi“ ab. Den nicht so traditionellen, aber dafür humorvollen Bereich die nach drei Jahren wieder auftretenden „Spitzbuebe“ unter Leitung von Michi Robertson. Nach der pfeiferischen Womenpower dieses Mal also eine Boygroup… Dazu wurde eine „Wältmaischter-Drummelgrubbe“ zusammengestellt mit ausschliesslich Teilnehmern, die mindestens einmal in der Gruppe das „Offizielle“ gewonnen haben. Ebenfalls hohe Trommelkunst versprechen die Jungtambouren der Fasnachtszunft Rhyburg unter Leitung von Iwan Kym.

Einen regelrechten – und erst noch doppelten – Tabubruch wagt das Charivari-Team im Bereich Guggenmusik. Zum einen treten gleich zwei Formationen auf. Neben der Schotten Clique ist es – und damit der zweite Tabubruch – eine nichtbaslerische Formation, nämlich die Nachtfalter Schränzer aus Pratteln.

Ein regelrechter Coup ist Julliard und Co bei den Schnitzelbänklern gelungen. Musikalisch grandiose und pointenreiche Verse versprechen „d Schlyffstai“ – sicher ein absoluter Höhepunkt des kommenden Charivari. Nicht minder gut allerdings die „Stammgäste“ im Volkshaus, „d Gwäägi“. Mit ihnen hat Julliard laut eigenen Aussagen während des letzten Charivari einen Vertrag bis ins Jahr 2075 geschlossen, aber: „da war eventuell Alkohol mit im Spiel.“

Alles beim alten bleibt im schauspielerischen Bereich, angefangen von der Regisseurin Colette Studer, die natürlich auch selbst wieder auf der Bühne zu sehen sein wird. Geradezu liebevoll nannte sie an der Medienkonferenz ihr unverändertes Ensemble vom „Glaibasler Urgestein“ Steffi Schluchter über das „italienische Temperament“ Tatjana Pietropaolo bis zum „liebenswerten Brummbär“ Martin Stich. Dieser – bekanntlich nicht gertenschlanke –Schauspieler wird laut Studer ins Schwitzen kommen und auf der Bühne ordentlich Sport treiben müssen. „Müssen“ ist auch das Stichwort für den Zürcher Nico Jacomet – nämlich Baseldeutsch sprechen. Wieder mit im Boot sind auch Mirjam Buess und Ayhan Sahin. Dazu wird auch Mathias Brenneis wieder seinen Soloauftritt haben – und zwar als „Drummelkeenig“.

Der Vorverkauf beginnt bereits am 26. Oktober im Basel Tattoo Shop und an allen Vorverkaufsstellen des Ticketcorners. Die Charivari-Ausgabe 2016 war ausverkauft, dies strebe man natürlich auch für 2017 an, betonte Charivari-Produzent Erik Julliard. Um seinen Job muss er dabei nicht zittern, wie Obmann Walter F. Studer in seiner Begrüssung erklärte. Er kündigte nämlich einen „Kommentar zu den Wahlen“ an und konnte vermelden, dass sämtliche Wiederwahlen ins Charivari-Team einstimmig und im ersten Wahlgang erfolgt seien.

 Charivari 2017: 4. – 18. Februar 2017 im Volkshaus Basel. Vorstellungen jeweils 20.oo Uhr und sonntags 18.00 Uhr. Ticketpreis zwischen Fr. 49.- und Fr. 74.-, diverse Hospitality-Angebote. Weitere Informationen auf www.charivari.ch.