«Da heisst es doch landläufig, die Guggemusigen seien ein
repräsentatives Abbild der Bevölkerung. Nicht so die Guggemusig
Glaibasler Schränz-Brieder», betont dieselbige Gugge in einer
Medienmitteilung. Und warum? 56 Prozent der Mitglieder seien
Raucherinnen und Raucher. Die Gugge halte somit einem
gesellschaftlichen Trend entgegen, wird stolz begründet. Da kann frau
nur sagen: Zum Glück ist diese Gugge kein repräsentatives Abbild der
Bevölkerung!
Erst recht auch, wenn sie das Sujet betrachtet. «Lääbesruum fir d
Tabacco Indiaaner» verlangt die Gugge und vergleicht sich mit «den in
den Reservaten bedrohten Indianern» Nordamerikas. Also das ist nun
wirklich ein starkes Stück Tubak. Der Vergleich hinkt nicht nur,
sondern ist geschmacklos und schon beinahe diskriminierend ndash; für die
Indianervölker.
Wenn die Schränz-Brieder wenigstens eine Friedenspfeife rauchen würden
mit der Antiraucher-Bewegung. Doch mit ihrem Plakat, auf dem ein
Zigaretten-flemmender Indianer abgebildet ist, schüren sie höchstens
noch die Ressentiments.
Es bleibt mir nur zu wiederholen: Wir sind froh, dass die Gugge nicht
das Basler Volk repräsentiert. Wir wollen auch gar nicht wissen, wie
sie ihr Sujet umsetzt, darüber hüllt sie sich laut Mitteilung in
Schweigen. Und eigentlich wollten wir auch gar nicht wissen, was ihr
Sujet ist, denn das gehört ebenfalls nicht zum guten Ton der Basler
Fasnacht.



