Drey Daag offe – Öffnung erfolgt!

6. März 2006 | Von | Kategorie: Nachrichten

Dank den Bemühungen der Stadtreiniger, der Feuerwehr und vieler privater Firmen war die Stadt um 4 Uhr morgens bereit für das traditionelle Kommando «Morgestraich vorwärts marsch». Bei -2 Grad, aber trockenem Wetter war die Stadt nicht ganz so überfüllt wie in früheren Jahren. Es dürfte daran gelegen haben, dass die Anreise für viele nicht ganz einfach war.

Auch aus polizeilicher Sicht verlief der Morgestraich nach Mass. Bisher seien weder gröbere Zwischenfälle noch Diebstähle von Larven, Trommeln und Piccolos oder anderen Fasnachtsutensilien gemeldet worden, schreibt das Sicherheitsdepartement. Lediglich neun entlang der Route parkierte Autos mussten abgeschleppt werden. Mit 98 ist auch die Zahl der Velos, die vor allem in der City entfernt werden mussten, kleiner als in vergangenen Jahren. Keine besonderen Vorkommnisse meldet auch die Sanität, die zwar pausenlos im Einsatz stand, aber wie gewohnt alles im Griff hatte.

Der Rheinsprung und der Gemsberg müssen wegen dickem Eis weiterhin bis auf Weiteres gesperrt bleiben. Weiterhin besteht die Gefahr von Dachlawinen. Entlang des Cortège werden gefährdete Stellen von der Polizei situativ gesperrt. Die Berufsfeuerwehr, die seit Samstag bereits über 300 Einsätze hatte, kann aus Kapazitätsgründen nur bei sehr hohem Gefahrenpotential mit der Drehleiter eingreifen. Fasnächtler und Fasnachtsbesucher sind gebeten, den Blick zwischendurch nach oben zu richten und Vorsicht walten zu lassen.

Weder Vorsicht noch Rücksicht walten liess die Staatskanzlei, welche aus der Abteilung «Desinformation und Verschleierigsarbet» das Folgende, «Gedrechselte» vom Stapel liess:

Drey Daag offe

Fir aimool wämmer offe sy.
Fir das stoht s Comité au y.
Noo drey Daag aber – schigg Dy dry –
Isch alli Offehait verby.

Denn Basel git sich gärn verschlosse.
Drum het au s Volgg mit Mehr beschlosse:
D Läde blyybe besser zue,
so haig au s Personal sy Rueh.

Die bruuchts au zum dr Usgang gniesse;
nit z Oobe, nai do diemer schliesse.
Denn was dr Basler schampar mag,
das isch Kultur – doch nur am Daag.

Me isch drum au scho am studiere,
am plane und am konzipiere,
wie me am Daag e Füürwärgg macht
wo bi Sunneschyn lychtet und nit numme gracht.

D Schmiir ka Dii jetzt, wenn Du hesch miesse
uffs Trottoir schiffe, diräggt biesse.
Und wenn de bättlisch, Dir d Buess z erloo,
kasch au fir das none Buess bykoo.

Dr Schild, dä het wie gwohnt gediige
dr hoch Olymp vom Sport bestiige.
Doch s Heggscht blybt ihm persee verwehrt,
will är nit ze de OLYMPER gheert.

Dr Morin setzt sich wirgglig fescht
für alli y, wott numme s Bescht.
Drum dränggt s en fire z stoh und kiehn
z verkinde, ass mer no meh mien.

Zerscht bysse d Kampfhind, denn d Ärzt und zur Stund
isch s sicher, ass d Vogelgrippe grad au no kunnt.
Mir froogen ys do, wie dä Conti das macht,
ass dä immer no underem Schnauz fiire lacht.

Au dr Haafe kunnt noonig zer Rueh.
Deert luegt nach em Omlin dr Grisard drzue:
au dä duet sy aige Sippli nur koche
und dr Grossroot isch au däm uff e Lym uffe groche

D Frau Herzog schrybbt e schwarzi Null.
D SP jublet: d Schatulle isch full.
Au d FDP und d Basta dänggt,
ass s jetzt wider fir jede Bleedsinn länggt.

D Barbara, die setzt sich kiehl
zwische Bängg und Blastiggstiehl.
Lutt het dr Malama sich gwehrt
und sitzt jetzt trotzdäm sälber deert.

Dr Hamatschu griegt bi de Bahne
scho glyy e greessere Wirbel aane
Doch die, so het men ys verzellt,
hänn d Waiche ganz schnäll anderscht gstellt.