Klatsch: Helle Schugger und weniger helle Medien

7. März 2006 | Von | Kategorie: Nachrichten

Das Hauptsujet der Cliquen und Wagen war ja die Reglementiererei und das Bestreben der Obrigkeit, für und gegen alles Bussen zu verteilen. Ob sich dies gegen die Amtsstellen selbst auswirken wird? Zumindest die Polizei hätte nämlich eine Busse verdient, war doch ausgerechnet in deren Hauptquartier im Spiegelhof am Morgenstraich Licht zu sehen. Skandal! Es sollen drei Fenster im 2. Stock gewesen sein. Dem Vernehmen nach residiert dort der Polizeikommandant – und der ist eigentlich entschuldigt. Er ist nämlich Zürcher…

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Diese Entschuldigung nicht geltend machen kann die Basler Zeitung. Auch eine ihrer Reklametafeln beleuchtete den Morgestraich. Und dies scheint am Montag die einzige Erleuchtung dieses Quasi-Monopolblattes gewesen zu sein. Der Zeitung zumindest merkte man kaum an, dass die Fasnacht begonnen hatte.

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Mit den Unzulänglichkeiten dieses Blattes unliebsame Erfahrungen machte im vergangenen Jahr auch die Basler Schnitzelbangg Gsellschaft (BSG). Wer alles an den Prominententischen des «BSG-Schlussoobe» sass, erfuhr die geneigte Leserschaft nämlich schon am Freitag nach der Fasnacht, obwohl der Anlass erst 24 Stunden später stattfand. Die Liste der Geladenen wurde -minu deshalb mit der sehr fett angestrichenen Zusatzbemerkung übergeben, sie nicht vor Montag zu publizieren. Die Gefahr ist allerdings gering. Im vergangenen Jahr hatte Urs Hobi vertretungshalber die -minu-Kolumne betreut – und der räuspert sich ja jetzt nur noch auf NW1 (vulgo «Nicht wichtig 1»).

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Harte Zeiten erlebt in diesen Tagen die Redaktion der Basellandschaftlichen Zeitung. Der Redaktor, welcher normalerweise die Koordination der fasnächtlichen Berichterstattung übernimmt und selbst einen grossen Teil der Zeilen beisteuert, der liegt nämlich mit hohem Fieber im Bett. Entsprechend stark werden die anderen drangenommen. Dem Leidenden, mit Namen Pierre Minck, auch von dieser Stelle gute Besserung.

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Alles andere als pannenfrei ging der Cortège bei Radio Basilisk ab. Kommentator André Auderset hatte sich nicht nur mit dem Zürcher Felix Blumer als «Gschpäänli» abzumühen, sondern auch noch mit der Tatsache, dass die Rollen mit den «Zeedeln» fehlten, um allfällige Lücken zu überbrücken. Die rasende Reporterin Stéphanie Grell kam zwar im Rekordtempo mit drei Rollen – doch ergab ein kurzer Blick auf der Casino-Terrasse, dass es sich um die gesammelten Schnitzelbängge handelte! Auf deren (vorzeitige) Verlesung wurde dann doch verzichtet.

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Zum Schluss soll noch etwas gefeiert werden: In den geheiligten Hallen von «Musik Wyler» versammelten sich nämlich nicht weniger als 120 Fasnachtsjahre. Wie das zusammenkam? Zum 15. Mal trafen sich am Montag-Nachmittag zum geselligen Apéro die «Jeisi-Migger» (80 Jahre) und die «Seiffibleeterli» (25 Jahre). Nos félicitations!