Gugge-Konzärt: Die Guggen lassen es krachen

7. März 2006 | Von | Kategorie: Nachrichten

Ein superbes Platzkonzert bekommen Gugge-Liebhaber schon vor dem
eigentlichen Gugge-Konzert. Neben dem Café Huguenin geben die Eremitage
Schränzer eine astreine Version des Patent Ochsner Klassikers «W. Nuss
vo Bümpliz» zum besten und sorgen so für Berner Stimmung an der Basler
Fasnacht.

Es ist 19 Uhr und in der Stadt ist einiges los: Die Rhyschlappe Waggis
kurven mit ihren orangen «waggeasy.com»-Mobilen umher und vor der Hauptpost lausche ich einer Gruppe
gelbgrüner Basilisken, um deren feurige Samba-Rhythmen sich schon ein
beachtlicher Zuschauerkreis gebildet hat.

Dieser wird allerdings gesprengt, als die Spitze des Sternmarsches
auftaucht: Es sind die Gugge-Mysli, die zu ihrem 50 Jahre-Jubiläum als
wahnwitzige Zaubermäuse daher kommen und auf den Marktplatz
marschieren, dass die pflotschige Mischung aus Schnee und Räppli nur so
in alle Richtungen spritzt.

Fast hätte ich den Auftakt verpasst, weil mich zwei gnadenlose junge
Burschen «gestopft» haben, bis meine Kleider beim Gehen vor lauter
Räppli knirschen. Hoch über dem Marktplatz thronen mittlerweile die
Gugge-Mysli und ihre blauen Augen glitzern, als sie «The Lion sleeps
tonight» zum besten geben. Die Zuschauer beginnen bereits zu schunkeln.
Nicht nur der Glühwein dampft, als danach die Schänzli-Fäger im
Löwenkostüm mit der Titelmelodie von «Beverly Hills Cop» loslegen. Die
satten Rhythmen gehen in die Beine, und das Publikum jubelt dem wild
tanzenden Tambourmajor-Löwen zu, der ihnen zum Dank seinen Strauss
Mimösli zuwirft.

Auf dem Barfi hat sich trotz der Kälte eine beachtliche Menge
versammelt: Zu den schrägen Klängen der Messingkäfer summt ein älteres
Ehepaar nostalgisch mit, bis die Baggemugge das Zepter übernehmen.
Ich kämpfe mich durch die «Druggede» wieder zurück auf den Marktplatz,
wo unterdessen die Rhyschwalbe schränzen, dass die vielen Binggis fast
von der Bühnentreppe fallen. Noch ein letzter Blick auf die gut hundert
Mitglieder der fägenden Schränz-Gritte , die den Seibi beschallen,
bevor ich die Räppli aus meinen Kleidern schütteln kann…