Die Basler Pfeiferkönigin ist Schweizermeisterin!

2. Juli 2006 | Von | Kategorie: Nachrichten

Während drei Tagen standen die Teilnehmer des 24. Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfestes in acht Wettspielkategorien im Einsatz. Doch am Schluss stehen doch nur zwei Sieger im Vordergrund: Die «Schweizermeister» im Trommel und Pfeifen. Und aus Basler Sicht ist es besonders erfreulich, dass mit Romana Cahenzli von der Basler Naarebaschi-Clique eine Teilnehmerin obenausschwang, welche am 11. Februar am «Offiziellen» schon zur Basler Königin ausgerufen wurde. Hinter ihr findet man nicht weniger als sieben weitere Basler Teilnehmer unter den letzten zwölf! Ganz anders bei den Tambouren, welche anerkennen mussten, dass die Restschweizer inzwischen aufgeholt haben. Sieger wurde, wie schon 1998 in Solothurn und 2002 in Sierre Ivan Kym von der Fasnachtszunft Ryburg-Möhlin. Die Ehre der Basler Trommler rettete Pascal Caviezel vom Barbara Club 1902 mit seinem famosen dritten Rang. Neben ihm kamen immerhin noch drei (!) weitere Basler Tambouren unter die letzten 20.

Ein Gedränge wie an den Bummelsonntagen herschte am Samstagnachmittag in der Freien Strasse, wo die Marschkonkurrenzen stattfanden. Und auch bei der Direktübertragung von DRS 1 auf dem Barfüsserplatz wollten viele dabei sein. Anschliessend präsentierten sich auf der Bühne noch diverse Formationen. Erfreulich viele Zuhörer fanden sich um 18 Uhr zur Veteranenehrung in der Reithalle der Kaserne ein. Geehrt wurden 203 Mitglieder, welche sich 20, 30 und mehr Jahre für ihren Verein eingesetzt haben. Die dann erwartete «Sommerfasnacht» fand aus welchen Gründen auch immer nicht statt, zumindest nicht im Grossbasel. Hier herrschte bis zum Mitternachtsmarsch «tote Hose».

Höhepunkte des Sonntags waren der Festakt auf dem Messeplatz und der farbenprächtige Umzug. Bei herrlichstem Sommerwetter eröffnete die Polizeimusik Basel mit dem Baslermarsch die Feier. «Unser Ziel war es, ein Fest der Superlative auf die Beine zu stellen. Ich denke, das haben wir erreicht», so OK-Präsident Kurt Spörri in seiner Begrüssungsrede. Nach ihm überbrachten OK-Ehrenpräsident Jörg Schild die Grüsse der Basler Regierung und STV-Präsident Markus Estermann jene des Verbandes. Nach der feierlichen Übergabe der Zentralfahne von Sierre an Basel und der Landeshymne überbrachte Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz die herzlichsten Glückwünsche des Bundesrates. Anschliessend folgten die Siegerehrungen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier mit Läggerli (Tambouren/Pfeifer), Beaujon (Tambouren/Clairons) Wallisergruess (Ahnenmusik) und Basler Tagwacht (Tambouren). Darauf begab sich der sich über zwei Stunden hinziehende Festzug, vorbei an 15’000 Besuchern, vom Messeplatz zur Kaserne.

Die Feststadt Basel zeigte sich bei idealen äusseren Bedingungen von ihrer besten Seite. Dies stellte das Organisationskommitee abschliessend fest. Auch das Nebeneinander von Musik- und Fussballfans während der Freiluft-Grossleinwandübertragungen auf dem Marktplatz verlief problemlos.Nach Polizeiangaben verfolgten gegen 150’000 Besucher Wettspielvorträge, Marschkonkurrenz, Festakt, Festumzug, Unterhaltungsprogramme und Festbetrieb. «Aktive und Besucher waren rundum zufrieden mit der Arbeit der Gastgeber und rühmten die einmalige Festambience der Tambouren- und Pfeiferhochburg Basel», bilanzierten Verbandspräsident Markus Estermann und OK-Chef Kurt Spörri nach Abschluss des Festes.

Alle definitiven Ranglisten, viele Bilder, Meldungen und das Schlusscommuniqué findet man unter Basel 2006.