Die Alti Dante
fährt mit zwei jungen Kiebitzinnen an den Cortège. 20 Minuten lang diskutieren diese, wie viele Flaschen Alk sie kaufen sollen und was für welchen. Sie einigen sich auf soviele Liter Malibu, bis ihre Portemonnaies leer sind. Ob sie vorher noch schnell was essen gehen sollen? Dazu reicht das Geld nicht mehr, meinen sie achselzuckend. Und ärgern sich über den Telefonanruf der besorgten Mutter, die nachfragt, ob die Tochter ihre Medikamente genommen habe. Ich frage mich, wo die Jugend und die Fasnacht enden werden. . .
Dr Harlekin erklärt:
Die Fasnacht kostet Geld. Wenn Sie mich gesehen haben, wissen Sie, was mein feines Goschdym gekostet haben könnte. Das Geld dafür haben wir gerne ausgegeben. Ein bisschen anders ist es bei den Beizen. Die Pommes frites werden nicht besser, wenn sie mehr kosten. Die Läberli auch nicht, und die Röschti kommt eh fast überall aus dem Beutel. Warum soll sie denn plötzlich teurer sein? Klar, die Beizer müssen auch leben, und sie müssen Personal bezahlen. Preisaufschläge sollten mit Mass erfolgen. Das war nicht überall so.
Dr Pierrot
ist immer wieder beeindruckt vom immensen Einsatz der Basler Stadtreiniger, die jeweils in aller Herrgottsfrühe dafür sorgen, dass Aktive und Passive einigermassen saubere Strassen und Gassen vorfinden. Und dabei haben sie beileibe kein leichtes Spiel. Leider mehren sich auch bei uns die Zeitgenossen, die ihr einziges Fasnachtsheil darin sehen, sich drei Tage und Nächte sinnlos zu besaufen und die Trinkgefässe auf der Allmend zu «entsorgen». «Flasche leer . . .» – das gilt in erster Linie für diese ohnmächtigen Saufbrüder und -schwestern.
Dr Ueli
freut sich für die Preisträger des Schnaabelbryys 2007. Dieser wurde am Dienstagabend ausgetragen. Offenbar hatte die Jury eine schlaflose Nacht, um zu ihrem Urteil zu kommen. Die Preisträger wurden erst gestern Abend erkoren. Den 1. Preis gewann laut Medienmitteilung s spitzig Ryysbley. Die weiteren Ränge sind: 2. D Stiggede (toll, dieser neue Bangg, wohl unter dem Motto, «gäll, Ihr kennet uns nit»). 3. d Muulwirf; 4. Gelerettli; 5. Die Aabrennte; 6. Joggeli; 7. Gardischte. Den Grienschnaabelbryys gewannen Babberlababb und Krayejoggi.
Dr Waggis
zieht den Hut vor dem Fasnachts-Comité. Was das erlauchte Gremium wieder hingezaubert hat, war grosse Klasse, Chapeau! Natürlich hat das Comité die Fasnacht nicht selber gestaltet, das waren die Cliquen, Gruppen, Guggen, Wääge, Chaisen und jede einzelne Fasnachtsfigur. Sie haben ja die Sujets ausgewählt und umgesetzt. Aber das Comité sorgt für einen vernünftigen Rahmen und ermöglicht Innovationen, die allen zugute kommen. Das muss doch auch einmal gesagt sein.



