Die Piccolo-Virtuosen und Multi-Instrumentalisten Thomas Heid und Thomas Weber begeisterten als «thomasundthomas» während zehn Jahren das Publikum mit ihrem «Flötenzauber». Im Hans Huber-Saal des Basler Stadtcasinos stellten sie nun ihr neues Programm vor. Als «Jäger der goldenen Flöte» erzählen sie – ohne Worte – die alte Sage von der Suche nach dem seit Jahrhunderten verschwundenen Instrument. Von der Gralsrunde der Musikanten wurde das Duo dazu auserwählt, die goldene Flöte zu finden und sie dem Gral zurückzubringen. Das Premieren-Publikum war begeistert und dankte mit viel Applaus.
Zünftig ausgerüstet mit Schweizerfahne und Sennekäppli jödelet und bödelet das Duo. Doch eine Stimme aus dem Gral unterbricht und fordert sie auf: «thomasundthomas, sucht in der weiten Welt nach der goldenen Flöte». So tingeln sie musizierend kreuz und quer durch Europa, jedoch ohne die Flöte zu finden. Darauf meldet sich wieder die Stimme: «Tipp: Im Osten geht die Sonne auf». Also geht es weiter über Russland, die Türkei, Indien und China bis nach Nord- und Südamerika. Mit einfachen Mitteln stellen sie dabei das jeweilige Volk dar: Durch einen Helm mit Hörnern als Wikinger, ein Fez als Türke, mit einer Schlange (die singenderweise gerne ein Huhn wäre) als Indischer Schlangenbeschwörer oder mit Gewehr und Pfeilbogen bewaffnet als Trapper und Indianer. Und auch musikalisch passen sie sich dem Land an. So erklingt etwa in Frankreich ein «Wals Musette», in Russland «Kalinka», in den USA «Fever» und in Südamerika «La cucaracha».
Auf seiner Weltreise begeistert das Duo nicht nur mit herrlichen Slapstick-Einlagen, sondern auch durch seine verblüffende Beherrschung aller möglichen Instrumente, seien es Saxophon, Handorgel, Basstrommel, Glocken oder leuchtende Neonröhren. Doch das Instrument, durch das sie ursprünglich in der Fasnachtsszene bekannt wurden, bleibt immer im Mittelpunkt: das Piccolo. Was die beiden auf diesem Instrument bieten ist schlicht sensationell!
Aber so weit das Duo auch reist, die goldene Flöte haben sie nirgends gefunden. Da meldet sich noch einmal die geheimnisvolle Stimme: «Letzter Tipp: Suchet dort, wo alles anders tickt und bebt». Und so kehren sie via Zürich-Kloten nach Basel zurück und animieren das Publikum zum Mitsingen des Baslerlieds. Klingt das «Z Basel an mym Rhy, jo dert mecht i sy» zu Beginn auch noch zaghaft, so steigert sich die Lautstärke doch von Vers zu Vers. Für den nicht enden wollenden Schlussapplaus bedankt sich das Duo mit diversen Zugaben, darunter eine herrliche Parodie auf das Top Secret Drum Corps mit einer bejubelten Piccolo- statt Schlegel-Akrobatik, ehe ein rassiger Wettsteinmarsch den endgültigen Schlusspunkt setzt.
Obwohl die Nachfrage erfreulich gross ist, hat es für die Vorstellungen von Freitag, 27. April, und Samstag, 28. April, noch Tickets beim Ticketcorner und jeweils ab 19 Uhr an der Abendkasse des Stadtcasinos.



