Die in den vergangenen Tagen entstandene Verwirrung ist gross: Findet die «Basler Fasnacht s’Art» (Originalschreibweise) wie angekündigt am 8. und 9. September statt – oder ist die Idee einer Ausstellung und Messe rund ums Thema Basler Fasnachtskunst auf Grund gelaufen (bz vom 31. Juli / bz vom 2. August)? Heute nun gingen die Organisatoren als Reaktion auf die ungewollte Medienpräsenz in die Offensive: «Die Veranstaltung findet statt», so zusammenfassend die Aussage der kurz nach Mitternacht versandten Mitteilung. «Wir rechnen mit rund 3000 Besuchern an den beiden Tagen», gibt Thommy Müller, «Lead» und Medienverantwortlicher der Organisatoren, auf Anfrage von Basler Fasnacht Online (BFO) eine Prognose ab.
Allerdings sei das Interesse an einer Ausstellung, die Laternen, Kostüme und Larven zeigt, Workshops anbietet (es könne Künstlern wie Peter Affolter oder Otti Rehorek über die Schulter geschaut werden) und für Kaufwillige mit einem kommerziellen Teil aufwartet, seitens potenzieller Sponsoren nach der Ankündigung im Februar abgeflaut, gab Müller heute in einem Interview mit Radio Basilisk zu. «Vorgesehen sind vier Hauptsponsoren, die nebst dem Ausstellungheft auch auf Sponsorentafeln im Eingangsbereich aufgeführt sind.» Den Namen des Basler Elektrotechnik-Unternehmens Selmoni lässt sich Müller bereits entlocken – «mit weiteren Sponsoren, vorallem mit Sachsponsoren laufen im Moment noch die Verhandlungen». Wie der Basilisk-Bericht zu Tage führte, sei das ursprünglich vorgesehene Budget von 50’000 Franken auf rund die Hälfte gesenkt worden. Fakt ist: Die Zeit drängt – in rund einem Monat werden die Pforten der Halle 3.02 in der Messe Basel geöffnet. Für den kommerziellen Bereich, in dem beispielsweise Trommelbauer, Larvenateliers oder Hersteller von Fasnachtsfiguren ihre Waren anbieten können, hat Müller zehn Stände eingeplant – acht davon seien bereits vermietet, wie er gegenüber BFO erklärt.
Und bleibt noch eine brennende Frage: Weshalb ist der im Februar als Kassier vorgestellte Alfred Ritter nicht mehr an Bord? Mit «Freistellung» wurde Wolfgang Teufl, der künstlerische Leiter der fasnächtlichen Messe, in der Basellandschaftlichen Zeitung zitiert – woraufhin der bei der Basler Kantonalbank tätige Ritter heftigst widersprach: Er selbst habe sein Amt zur Verfügung gestellt und sei als Vorstandsmitglied des Vereins zurückgetreten. Finanzen sind und bleiben ein heikles Thema, weshalb sich Müller auf Anfrage von BFO sehr diplomatisch gibt: «Ich gehe davon aus, dass er sich wegen seines beruflichen Engagements von uns getrennt hat.» Dann gehen wir ab sofort davon aus, dass die Messe tatsächlich stattfindet…
Weitere Informationen:
Homepage Basler Fasnacht s’Art



