Jetzt ist es quasi «amtlich»: Die für 8./9. September geplante Kunstausstellung «Basler Fasnacht s’Art» in der Messe Basel findet definitiv nicht statt, wie es die bz schon Ende Juli vermutet hatte (bz vom 31. Juli). Das ist damals zwar von den potenziellen Ausstellungsmachern postwendend dementiert worden, zwischenzeitlich hatten sie die Medien dahingehend orientiert, dass ihre Ausstellung stattfinden werde (bz vom 4. August, BFO-Bericht). Und jetzt ist doch wieder alles anders, wie aus einem E-Mail-Verkehr hervorgeht, von dem die bz gestern Abend Kenntnis erhalten hat.
«Lead» mailt dem Künstler
Der erwähnte E-Mail-Verkehr beginnt damit, dass der «Lead» der geplanten Ausstellung, Thommy Müller, gestern über Mittag seinen Mitstreiter Wolfgang WOTE Teufl, künstlerischer Leiter der Ausstellung, unter anderem Folgendes wissen liess: Die Sponsoring-Anfragen seien leider immer noch offen und seien bis dato (also gestern) weder telefonisch noch schriftlich bestätigt worden. Es bleibe ihm also nicht anderes übrig, als mitzuteilen, dass die «Basler Fasnacht s’Art 2007» keine finanzielle Absicherung und auch die nötigen Mittel zur Durchführung habe. Müller bittet Teufl, die Mitwirkenden an der Ausstellung «entsprechend zu informieren». Er selbst werde den Termin mit der Messe Basel für die Begehung und die gemietete Halle stornieren, «und eine entsprechende Medienorientierung vorbereiten».
Bedauern und Dank
Teufl selbst übernahm es dann, eben die Mitwirkenden per E-Mail zu informieren, verwies auf die E-Mail von Müller und schrieb dann: «Demzufolge ist die Ausstellung „Basler Fasnacht’s Art 2007“ defnitiv abgesagt!» Er werde auch die Aussteller und Objekt-Zulieferer informieren. Teufl bedauert in seiner E-Mail, den für alle Beteiligten nicht einfachen Entscheid mitteilen zu müssen und dankt ihnen für das ihm entgegengebrachte Vertrauen sowie für «das Engagement für die Sache der Kunstschaffenden der Basler Fasnacht».
Schliesslich bemüht der Künstler dann auch das Motto «aufgeschoben ist nicht aufgehoben» und will damit den Angeschriebenen Mut machen, das Projekt als solches, unter anderen Voraussetzungen, nicht ganz abzuhaken. Er stehe allen von ihm per Mail Informierten in ein paar Tagen persönlich für ein Gespräch sehr gerne zur Verfügung, schliesst seine Nachricht.
Absage war vorauszusehen
Das «Aus» für die im Februar dieses Jahres gross angekündigte Fasnachtsausstellung war eigentlich abzusehen. Wie die bz Ende Juli schrieb, hatte es in den letzten Monaten viele Ungereimtheiten gegeben. Es herrschte wochenlange Funkstille, die Ausstellungsmacher trennten sich vom Finanzchef, und selbst als sie auf den bz-Artikel hin in die Offensive gingen und verkündeten, die Ausstellung finde wie geplant statt, gestand Müller ein, «Probleme im Sponsoring zu haben». Diese sind nun offensichtlich für Müller und Teufl zu einem unüberwindbaren Hindernis geworden.



