«Auch im neunten Jahr hält das „Ridicule“ an seinem bewährten poetisch-literarischen Rahmen fest», erklärt Helmut Förnbacher an der heutigen Medienorientierung. Denn das Niveau einer Vorfasnachts-Veranstaltung könne nicht hoch genug angesetzt werden. Wieder wird grosser Wert auf witzige und freche, aber auch poetische und besinnliche Rahmenstücke gelegt. Die Texte dazu stammen von Paul Göttin, Hansruedi Hartmann, Yvette Kolb, Georges Merkofer und Carl Miville. Das Ensemble besteht aus Victor Behounek, Urs Bosshardt, Kristina Nel, Stefan Uehlinger und Helmut Förnbacher.
Von der legendäre Balkonszene aus der Zeit, als das Drummeli noch im alten «Kiechli» stattfand, träumt Förnbacher noch heute. Daher hat er diese letztes Jahr im Ridicule wieder aufleben lassen. Diesmal sind es die Kleinbaslerin «Lotti» (Helmut Förnbacher) und ihre Nachbarin «Bernadette» (Urs Bosshardt), welche neu aus dem St. Gallischen zugezogen ist. Neu im Programm ist, dass ein besonderes Schwergewicht auf die Schnitzelbänke gelegt wird. Erstmals werden es vier Bängg sein, die jeden Abend auftreten, nämlich «d Gwäägi», «d Ständerlampe», «dr Sitzbueb» und das Ridicule-Eigengewächs «S Ridicule-Ängeli».
Natürlich spielt im Ridicule auch auserlesene Fasnachtsmusik eine grosse Rolle. Unter der Leitung von Thomas Meyer ruesst die Tambouren-Gruppe «Bâsilicum – s Gwirz vo Basel» und Walter Zandona leitet die Pfeiferinnen und Pfeifer der UFS (Union Folklorique Suisse), die nicht weniger als vier Pfeiferköniginnen in ihren Reihen hat. Und als Ridicule-(Stamm-)Gäste treten «d Swingvögel» unter der Leitung von Victor Behounek auf.
«Es ist ein Glücksfall, dass das Ridicule auch nächstes Jahr im Theater im Badischen Bahnhof stattfinden kann», erklärt Förnbacher. Wegen grosser Auflagen durch die Feuerpolizei musste das Theater, welches auf Schweizer Grund, aber deutschem Boden steht, in einen «Feuerschutzraum» mit zwei Fluchtwegen umgebaut werden. Nur dadurch konnte der Pachtvertrag für die nächsten vier bis fünf Jahre verlängert werden. «Bei uns in der intimen Atmosphäre ist man nahe am Geschehen, man spürt quasi jeden Trommelschlag», schwärmt Förnbacher. Schade findet er, dass für viele Auswärtige Basel am Claraplatz oder höchstens bei der Mustermesse zu Ende ist. «Dabei haben wir die besten Verkehrsverbindungen mit Tram, Bus, Taxis und sogar einer eigenen Autobahnauffahrt direkt vor dem Haus», stellt er abschliessend fest.



