Im nächsten Jahr finden in Basel nicht weniger als elf Vorfasnachts-Veranstaltungen statt. Eine davon ist das «Fasnachtsbändeli», welches am 5. Januar mit dem Stück «Fasnacht bis zem Abwingge» im Theater Arlecchino an der Amerbachstrasse 14 Première hat. Die Geschichte spielt in jener Zeit als Basel noch vom Lällekeenig regiert wurde. Zu seinen Aufgaben gehörte es auch, dass er am Fasnachtsmontag um vier Uhr mit seinem königlichen Tambourmajorstock die Fasnacht einwinkte und am Donnerstagmorgen um vier Uhr sie wieder abwinkte.
Wenn das Stück beginnt sitzt der Lällekönig alleine auf einer Trommel und ruft immer wieder «Ych halts nimm uus, ych halts nimm uus!». Was war geschehen? Sein königlicher Tambourmajorstock war spurlos verschwunden. Somit konnte die Fasnacht nicht beendet werden. Seit nun schon sieben Tagen wird in der Stadt ständig getrommelt, geschränzt, gepfiffen, und die Schnitzelbäggler singen immer noch ihre Verse. Keine Frage, die Baslerinnen und Basler lieben ihre Fasnacht über alles. Aber die Vorstellung, dass sie viel länger als nur die drei wunderschönen Tage dauert ist unvorstellbar. Nur den Kinder gefällt es so, denn während der Fasnacht haben sie ja Schulferien.
Doch was kann man nur tun? Weder die Ministerinnen noch der Minister wissen Rat. Da hat der kleine Max die Idee, den Stock zu suchen. Gut gesagt. Aber wo? Im Basler Münster, schlägt er vor, im Birsigkanal, oder dann im Rhein. Ob der königliche Tambourmajorstock wohl bis spätestens kurz vor Ostern gefunden wird, wenn zum Abschluss das Fasnachtsbändeli-Lied erklingt? Das erfährt man erst an der Première.
«Da es ausser dem Kinder-Charivari damals keine Vorfasnachts-Veranstaltung für Kinder gab haben wir mit dem Fasnachtsbändeli im Jahre 1997 eine Marktlücke geschlossen», sagte Theaterleiter Peter Keller an der gestrigen Medienorientierung. Das Konzept ist seither stets das gleiche geblieben: Eine spannende und lustige Geschichte, gespielt vom grossen Ensemble, dazu viele Gesangsnummern und natürlich viel Fasnachtsmusik. Für letztere sorgen – bereit im zwölften Jahr – die Junge Garde und Buschinäscht der Fasnachtsgesellschaft Wiehlmys, die Guggemuusig Ventilatore, der Comité-Schnitzelbangg Gluggersegg und die Arlecchino-Pfeiferinnen Sandra Heitz und Silvia Ferrari zusammen mit Christoph Nidecker (Gitarre). Da der Anteil der Erwachsenen in den Nachmittagsvorstellungen immer sehr hoch ist gibt es für sie in diesem Jahr zusätzlich vier Abendvorstellungen.
Gespielt wird vom 5. bis 27. Januar, immer Samstag und Sonntag um 14.30 Uhr. Für die Besitzer eines Familienpasses gibt es am 6. und 27. Januar um 11 Uhr spezielle Matinees. An den Erwachsenen-Vorstellungen um 20 Uhr singen am 18. und 19. Januar dr Uffgeggt, am 25. und 26. Januar Dipflischysser (beide Bebby Bängg). Eintrittspreise: Nachmittagsvorstellungen Kinder Fr. 12.–, Erwachsene Fr. 17.–, Abendvorstellungen Fr. 25.–. Vorverkauf im Theater Arlecchino, Telefon 061 331 68 56, unter www.theater-arlecchino oder bei der BaZ am Aeschenplatz.



