Offiziells 2008: Tambour Ivan Kyms fünfter Streich

21. Januar 2008 | Von | Kategorie: Nachrichten

Der Final des 130. Offizielle Brysdrummle und –pfyffe wartete mit zwei Neuheiten auf. Der zu spielende Marsch wurde auf der Bühne «live» ausgelost. Und in der vom OK in Fronarbeit angefertigten Silberschale lag erstmals eine «Joker»-Kugel. Wurde diese gezogen, so konnte der Konkurrent aus den auf einer griechischen Säule angegebenen Märschen sein Lieblingstück auswählen.

Nach einem Wettstreit auf beachtlichem Niveau wurden kurz nach Mitternacht die Sieger in der Einzelkonkurrenz verkündet. König bei den Tambouren ist Ivan Kym (Chriesibuebe) mit einem grossartigen «Basel Nord». Damit setzte er sich, nach 1993, 1996, 2000 und 2004 bereits zum fünften Mal die Krone auf. Chapeau! Eine neue Königin gibt es bei den Pfeifern. Claudia Suter (Giftschnaigge) siegte mit einem wunderschönen «z’Basel an mym Rhy». Lukas Minder (Seibi) ertrommelte sich mit dem «Pumperniggel» wie schon im letzten Jahr den zweiten Rang, gefolgt von Daniel Plattner (Spale) mit dem «Windschdi». Bei den Pfeifern entschied sich Nicole Stohler (Naarebaschi) mit dem Joker für den selten gehörten «Syncopia». Damit errang die Königin von 2001 und 2002 wie schon in den Jahren 2003 und 2005 den zweiten Rang. Die letztjährige Königin Stefanie Bossard (Basler Rolli) wurde mit dem «Ohremyggeli» Dritte.

Neben der «Königsdisziplin» sind bei den Zuhörern die Gruppenkonkurrenzen sehr beliebt. Kommen hier bei den Tambouren Dynamik und Präzision zur Geltung, so wird bei den Pfeifern durch die Unterstimmen die ganze Schönheit der Märsche hörbar. Bei den Tambouren gewannen die Ruesser («Windschdi») vor den Basler Rolli («Pumperniggel») und den Brigädler («Celanesen» mit Joker). Bei den Pfeifern obsiegten die Seibi-Mysli («Die Alte Schwyzer») vor den Basler Bebbi («Nunnefirzli») und den Naarebaschi («Rossignol»). Bei den Gemischten Gruppen lautet die Reihenfolge Basler Rolli («Route Symphonie») vor Die 9 Zwärge vo de 7 Bärge («z’Basel an mym Rhy») und Basler Bebbi («Rossignol»).

Junge Titelverteidigerin

Am Nachmittag ertrommelte sich André Rütti (Olympia) mit dem «Pumperniggel» die Königskrone bei den Jungen (bz von gestern). Am Abend belegte er mit dem selben Marsch bei den Alten Rang 16. Letztes Jahr noch Dritter, wurde Dominik Büchler (Seibi) mit den «Mätzli» Zweiter vor Florian Droux (Basler Rolli) mit dem «Walliser». Bei den Pfeifern gelang Giulia Ammann (Naarabaschi) mit einem wunderschönen «Rhysprung» die Titelverteidigung. Am Abend belegte sie mit dem «Altfrangg» den famosen vierten Rang. Melanie Egli (Naarabaschi) wurde mit dem «Läggerli» Zweite, Ramona Schwarz (Antygge) mit «Neye Glaibasler» Dritte. Bei den Tambourengruppen lautet die Reihenfolge AGB vor Olympia (beide «Mätzli») und Naarebaschi («Celanesen»), bei den Pfeifergruppen Spale («Arabi») vor Naarebaschi («Naarebaschi» mit Joker) und Lälli («Gluggsi»), den Gemischten Gruppen VKB («Arabi») vor Naarebaschi («Naarebaschi» mit Joker) und Olympia («z’Basel an mym Rhy»).

Grossartige Pechvögel

Der Zuschaueraufmarsch war nicht berauschend, aber doch besser als in den Jahren zuvor. Drei Teilnehmern wird der Abend besonders in Erinnerung bleiben. Am Nachmittag musste Vanessa Gutmann (Naarebaschi) bei den Pfeifern zwei Mal antreten, bei der Marschauslosung stimmte etwas nicht. Nach dem «Ryslaifer» belegte sie im zweiten Anlauf mit dem «Läggerli» den sechsten Rang. Pech hatte die Tambourengruppe der Basler Rolli. Als letzte Gruppe angetreten beklagte ein Tambour einen Fellriss. Nach einer kurzen Wartezeit konnten sie nochmals antreten und belegten mit dem «Pumperniggel» Rang 2 und bei den Gemischten Gruppen gewannen sie sogar!

Besonderen Stress hatte René Häfliger. Da er auch im Charivari engagiert ist trat er erst in der Einzelkonkurrenz der Pfeifer als zweiter Kandidat auf, raste dann ins Volkshaus und war pünktlich zur Siegerehrung wieder in der Messe, um für sein «Festspiel» den Becher für Rang acht entgegenzunehmen.

Durch den ganzen Tag führten gekonnt die beiden Moderatoren vom letzten Jahr, Sonja Stoffel (Muggedätscher) und Andi Meier (CCB). Selbst Pannen lösten die beiden souverän.

Vor der Siegerehrung wurden noch drei Drummler-Juroren verabschiedet: Urs Eble (1884), Rolf Schlebach (Naarebaschi) und Danny Wehrmüller (Seibi). Dann der Moment, welcher einem Jedes Jahr einen Schauer über den Rücken laufen lässt: Der gewaltige Aufmarsch aller Akteure. Ein wunderschönes Schlussbild mit den farbigen Kostümen vor dem Bühnenbild von Fredy Prack.

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