Charivari auf gutem Weg

23. Januar 2009 | Von | Kategorie: Nachrichten

«Besser als die andere…» lautet das Motto des diesjährigen Charivari. Laut Programmchef Jonas Blechschmidt ist dies keineswegs als Provokation gegen andere Vorfasnachtsveranstaltungen gemeint, sondern soll verdeutlichen, dass das Charivari-Team jedes Jahr dem Druck ausgesetzt sei, besser zu sein als im Vorjahr. Das «andere» beziehe sich also auf frühere Charivari.

In diesem Jahr spielt das Charivari sich selbst, also die Entstehung eines Programms, das laufend sabotiert wird, so dass es bis zum Schluss unsicher sei, ob die Veranstaltung auch wirklich stattfinden wird. Teil 1 umfasst die grosse Programmsitzung, Teil 2 die Zeit kurz vor der Premiere. Geübt wird nun auf der Volkshaus-Bühne, wo die Medien am 22. Januar ein Auge voll nehmen konnten.

Der Eindruck verspricht Gutes: Das Stück scheint sehr ausdrucksstark, aber auch voller Komik, und auch das Fasnächtliche wird nicht zu kurz kommen. Bezeichnend ist dabei die Mischung aus Profischauspielern und Laien. So weit das kurze «Mümpfeli» nicht trügt, klappt das Zusammenspiel ausgezeichnet: In der gezeigten Probe brillierte eine hinreissend komische Stephanie Schluchter (im «normalen» Leben Bankangestellte) neben einer äusserst leidenschaftlichen Franziska Flückiger (Profi) und einer enorm ausdrucksstarken Cécile Gschwind (Halbprofi).

Neu ist auf alle Fälle, dass zum dritten Mal derselbe Regisseur das Szepter am Charivari schwingt. Laut Jonas Blechschmidt musste man ansonsten jeweils nach zwei Jahren eine neue Regie suchen. Markus Buehlmann aber sei menschlich derart einfühlsam, dass es gut ein drittes Jahr oder auch noch weitere vertrage. Der Regisseur wird übrigens Alfred Hitchcock nacheifern und im Stück selbst auftreten. Wenn er verhindert ist, übernimmt sein Bruder Charly Buehlmann die Rolle.

97% der Tickets sind auch verkauft, wie Obmann Daniel Thiriet stolz verkünden konnte. Dies ist auch dringend notwendig. Die Fixkosten für Miete, Ausstattung und ähnliches verschlingen schon gegen 400’000 Franken, dazu kommen 250’000 bis 300’000 Franken für das eigentliche Programm inklusive Gagen. Und wenn alles gut läuft, bleibt zum Schluss ein Reingewinn von 10’000 Franken…