Die nächste Ausgabe des Charivari stützt sich auf Bewährtes, setzt aber auch neue Akzente im Programm. So kommt das Taiko Trommel Ensemble aus Japan zum Auftritt, es tritt die a-cappella-Gruppe Six Chicks – mit sieben (!) Frauen auf, und auch das Schauspiel-Ensemble erfährt personelle Verstärkungen. Beim Rest des Programms dominiert das bewährte Motto „aus dem Volk, fürs Volk“.
Fast etwas entschuldigend erklärte Charivari-Produzent Erik Juillard, dass man im 2015 von einem fast schon heiligen Grundsatz abweiche. „Wir hatten bislang keine Profis auf der Bühne, sondern Leute, die tagsüber arbeiteten und auch Fasnacht machen.“ Im vierten Jahr unter dieser Leitung weichen die Macher der Kleinbasler Vorfasnachtsveranstaltung nun davon ab. Aus Japan kommt ein Trommel Ensemble, dass „so sensationell ist, dass wir nicht widerstehen konnten“, wie Julliard meinte. Der Fernost-Import soll aber kein Fremdkörper im Programm sein, sondern fasnächtlich eingebettet werden. Dafür sorgt die Trommelgruppe Top Secret, ein Teil des weltbekannten Drum Corps.
Ebenfalls fasnächtlich eingebettet werden die Six Chicks a cappella, unter denen sich ohnehin auch Fasnächtlerinnen befinden. Und sowieso fasnächtlich sind die wiederum auftretenden Pfeiferinnen der Schäärede. Das „wiederum“ beherrscht auch sonst das Programm: Wie vor vier Jahren bestreiten die Naarebaschi das Cliquen- und wie vor drei Jahren Negro Rhygass das Guggen-Programm. Schon zum dritten Mal dabei sind als Schnitzelbank „d Gwäägi“, weil es – so Juillard – eben gar nicht so einfach sei, einen Top-Bank zu engagieren. Als Gegensatz – Solo-Bank und fast schon monotoner Gesang – wurde „dr Schwoobekäfer“ verpflichtet.
Zum zweiten Mal führt Colette Studer Regie – und wiederum wird sie als Charivari-Männli den Roten faden bilden. Die „alt“-bewährten Kräfte des Ensembles, Stephanie Schluchter, Bernadette Brack und Benjamin Merz werden mit Tatjana Pietropaolo (bekannt als Telebasel-Wetterfee), Martin Stich (Schauspieler und Radiomoderator) und Nico Jacomet verstärkt. Letzterer ist Schauspielschüler der Regisseurin, Zürcher (!) und so Colette Studer ein „Schnüggel“, der das Zeug zum Publikumsliebling habe.
Beim Bühnenbild habe sich die Idee mit den Bild-Projektionen bewährt, meinte die Regisseurin, man wolle dies mit baulichen Elementen erweitern, die bis über den Bühnenrand hinausgehen.
Das Schlusswort der Medienkonferenz hatte Charivari-Obmann Walter F. Studer, der die Hauptaussage des Anlasses hervorhob: „Es zeigt, dass es 2015 wieder ein Charivari geben wird – und dies mit den bewährten Kräften.“ Apropos Kräfte: Davon braucht es jede Menge, in Zahlen: rund 130 Helferinnen und Helfer.
Charivari 2015: 24. Januar bis 7. Februar (15 Vorstellungen) im Volkshaus. Beginn jeweils 20 Uhr, sonntags 18 Uhr. Preise zwischen CHF 49.- und CHF 70.-, dazu div. Hospitality-Angebote. Vorverkauf ab 24. Oktober bei allen Ticketcorner-Stellen, bei Manor (10% Ermässigung bis 8. 11.) und unter www.charivari.ch.



