Dieses Jahr orientierte das Fasnachts-Comité schon 14 Tage vor dem Morgestraich über den Ablauf der Fasnacht 2009. Mehr Journalisten als ursprünglich angemeldet konnte Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr im Bürgergemeinderats-Saal im Stadthaus begrüssen. «Die Blaggedde kommt sehr gut an. Besonders die „Goldige“ verkauft sich trotz des grossen Formats sehr gut», konnte er stolz verkünden. Er erinnerte daran, dass die Blaggedde nicht nur das «Billett» für die Fasnacht ist, sondern man kann mit ihr auch gratis an den Eröffnungstag der Muba am 13. Februar.
Neu am Morgestraich ist, dass auch in der Rittegasse um 4 Uhr das Licht abgeschaltet wird. Die Zahl der Teilnehmer am Cortège bleibt seit Jahren ziemlich konstant. Zwar hat sich die Zahl der Tambouren- und Pfeifergruppen leicht reduziert, da man sich wieder zu etwas grösseren Einheiten zusammenschliesst. Konstant dagegen ist die Zahl der anderen Gruppierungen. (Genaue Zahlen über Teilnehmer und Sujets siehe unter Die Basler Fasnacht in Zahlen). Die Zeedel der Formationen werden wie immer im Waisenhaus gebündelt. Kaufen kann man sie in der Papeterie Papyrus, Freie Strasse 43, im Spilegge, Rümelinsplatz 7, neu bei der Confiserie Schiesser, Marktplatz 19, sowie während der Fasnacht an den Comité-Inseln (am Marktplatz und Claraplatz an allen drei Tagen, am Barfüsseplatz am Montag und Mittwoch, an der Laternenausstellung am Münsterplatz am Dienstag) und nach der Fasnacht auf dem Sekretariat des Comités. Glockengasse 7.
Alle wichtigen Informationen findet man im umgestalteten und ausgebauten Fasnachtsführer «Rädäbäng». Dieser enthält vor allem für auswärtige Besucherinnen und Besuchern unserer Fasnacht, aber auch den Bebbi und den Aktiven nützliche Hinweise, Erklärungen und Tipps. Das rund 150 Seiten starke Vademecum ist ab morgen im Verkauf erhältlich – vor der Fasnacht am Drummeli und an zahlreichen Kiosken, während der Fasnacht auch an den drei Comité-Inseln.
Über die Routenänderungen orientierte Urs Bucher. Um die immer wieder auftretenden Lücken im Cortège zu schliessen wurde die Route um 900 Meter gekürzt. Die Schlaufe zum Aeschenplatz entfällt und der Parcours in beiden Richtungen führt nun von der Wettsteinbrücke direkt durch den St. Alban-Graben zur Freien Strasse (1,3 Kilometer weniger). Im Kleinbasel führt die Route neu an der Kaserne vorbei durch die Kasernenstrasse (400 Meter mehr). Somit sollen gleichzeitig mehr Besucher an die Wagen- und Requisitenausstellung gelockt werden. Gespannt ist man nun, wohin sich die Zuschauer, welche bisher an der Route um den Aeschenplatz standen sich verteilen werden.
Am Fasnachtsdienstag ist die Laternenausstellung auf dem Münsterplatz und die Wagen- und Requisitenausstellung bei der Kaserne. Auf dem Münsterplatz werden in diesem Jahr Dispositionen getroffen um die Laternen etwas weniger gedrängt zu präsentieren. Bei der Kaserne wird die Präsentation einer Auswahl von Wagen und Requisiten wiederum ergänzt mit verschiedenen Attraktionen, sowie – wie auch bei der Laternenausstellung – vielfältigen Verpflegungsmöglichkeiten. Die Wagen-/Requisitenausstellung dient auch dazu, das Kleinbasel vermehrt in das Fasnachtsgeschehen mit einzubeziehen. Um grösstmöglichste Sicherheit der Kinder zu gewährleisten sind Eltern und Begleitpersonen aufgerufen, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Dies gilt in hohem Masse auch für den Fasnachts-Dienstag, der sich nach wie vor in gewolltem fasnächtlichem Durcheinander abspielt, aber gerade deshalb besondere Gefahren mit sich bringt.
«Die Aktion „Die erschti Lektion“ feiert dieses Jahr ihr 20-Jahr-Jubiläum», verkündete Bea Inderbitzin. Dazu wurde das Zelt auf dem Barfüsserplatz neu konzipiert. Geöffnet hat es am Freitag, 6. März von 13 bis 17 Uhr, am Samstag, 7. März von 11 bis 17 Uhr. Eltern können sich hier orientiern welche Stammcliquen Junge ausbilden, wo die Übungslokale sind und was es kostet. Die Kinder können erste Gehversuche auf Piccolo und Böggli machen, eine Laternenseite bemalen oder einen Tambourmajorskopf anprobieren. Dazu gibt es einen Ballonwettbewerb mit attraktiven Preisen. Aber auch mit Angeboten vor der Fasnacht an die Basler Schulen und Informations-Aktivitäten während des Jahres wird sehr viel unternommen, um sowohl bei unserer Jugend ,wie auch bei Neuzuzügern den guten Fasnachtsgeist zu wecken und zu fördern. Auch die Instruktorenkurse sind sehr gefragt.
Walo Niedermann, Obmann Schnitzelbangg-Comité, Mike Schranz, Obmann der Verainigty Schnitzelbangg-Gsellschaft (VSG), Bettina Carpanetti, Präsidentin der Basler Schnitzelbangg Gsellschaft (BSG), Urs von Felten, Obmann Bebbi Bängg und Thommy Wöhrle, Obmann der Bängg fir Basel orientierten über ihre Aktivitäten an der Fasnacht. Welche Gruppe wo zu hören ist findet man unter Schnitzelbangg-Lokale. Und wer sich für die Gugge-Konzerte interessiert, der schaut nach unter Wenn die Basler Altstadt erzittert…



