10. Fasnacht für das Comité 2000

18. Februar 2009 | Von | Kategorie: Nachrichten

«Das Comité 2000 begeht dieses Jahr seine zehnte Fasnacht. Wir verstehen uns immer noch als Ergänzung zu anderen Fasnachtsorganisationen im Sinne der möglichst qualitativ hochstehenden, ungezwungenen und humorvollen Fasnacht ohne Routenzwang und Auftrittsrückvergütung», erklärte Obmann Karl Schweizer im Restaurant St. Alban Eck einleitend. Dann stellte er Prof. Dr. Peter Blome vor. Dieser ist neu im Vorstand und betreut das Ressort Anlässe/Cliquen/Kultur und wirkt als Zeremonienmeister. Natürlich darf zum Jubiläum auch eine Blaggedde nicht fehlen. Gestaltet wurde sie von André Wachter. Für Nichtmitglieder kostet sie 20 Franken.

Die Fasnacht gestaltet jede Formation individuell. So öffnet am Montagnachmittag etwa die Gugge Negro Rhygass um 15.30 Uhr auf dem Seibi ihre Festbaiz, und am Dienstag lädt die Striggede wieder zum Kinderumzug, diesmal mit dem Sujet «50 Joor Lego…».

Über die Aktivitäten der Bängg vom Comité 2000 orientierte Obmann Richard Hubler. An den Vorfasnachtsveranstaltungen Ridicule, Mimösli und Pfyfferli traten fünf Formationen auf. Am 23. Februar findet im Atlantis ein Schnitzelbangg-Casting statt, am 24. Februar geht d Striggede an die Fasnacht in Luzern, am 27. Februar singen drei Bängg im Casinotheater Winterthur und am 28. Februar ist Aabrennte Stubete und Mitwirkung von der Striggede beim Dummpeterli im «Dalbeneck». An der Fasnacht treten zehn Formationen in den gekennzeichneten Baizen auf. Am Montag und Mittwoch treffen sie sich zusätzlich zum «Potpourri» in der Safranzunft. Dort steigt am Dienstag wieder das «Striggede-Fescht», während im Atlantis um den Schnaabelbryys gesungen wird. Tradition sind die Auftritte am «FPS Drummeli» im Felix Platter Spital (3. März) und im Tagesheim Eglisee (4. März). Den Abschluss bildet ein zweitägiger Bummel zum Spitzenkoch Emilio Blümli nach Grenchen. Auch dieses Jahr wird eine CD mit allen Bänken vom Comité 2000 produziert. Sie ist nach der Fasnacht bei Musik Wyler erhältlich.

«Das 10. „Deeschöönee dansant“ der Gugge 46 findet am Dienstagnachmittag im Grossen Festsaal vom Casino statt», merkte Vizepräsiden Bärni Bäumer an. Es hat noch wenige freie Plätze. Und auf der Comité-2000-Homepage wird gemunkelt, dass die Gugge 46 am Morgestraich einen Event vorhat, natürlich ohne Instrumente.

«Qualitativ grössere Kiste»

«Das Comité 2000 plant auf die Fasnacht 2010 eine „qualitativ grössere Kiste“ für die Vorfasnachtszeit. Mehr darüber wird aber erst im Herbst verraten», verkündete Schweizer. Abschliessend konnte er sich einige kritische Worte über das Fasnachts-Comité nicht verkneifen. Es habe zwar liebe Kollegen, doch manche Mitglieder seien wirkungslos. So fehle etwa die Fähigkeit, bei den Drummelitexten schon im Vorfeld zu beurteilen was gut ist und was nicht. Auch um die Cliquen kümmert sich niemand, sondern überlässt diese sich selber. Und die Instruktorenkurse seien eben nur ein Ansatz. Dabei gibt es ohne gutes Trommeln und Pfeifen keine Fasnacht. «Doch wenn solche Themen angesprochen werden, fühlten sie sich gleich in ihrer Ehre verletzt», fand Schweizer.