Der Basler Keller war bis auf den letzten Platz besetzt, als 32 Stunden vor dem Morgenstreich der Peperoni das erwartungsvolle Publikum begrüsste. Mit einem pointenreichen Prolog liess er das vergangene Jahr Revue passieren. Anschliessend gab die Gruppe «Trou Bâloise» den Pfeiffermarsch «s Nunnefirzli» zum Besten, ein echter Genuss von den fünf Piccolo Virtuosen.
Nun war die Hotel Basel Crew an der Reihe mit dem ersten Gang aufzuwarten. Auf dem Menu stand:
«Marinierti Äntelääbere anere Reduggzioon vom Sauternes mit lauwaarme Brioche». Dies tönte nicht nur ganz toll sondern hat auch entsprechend gemundet.
Als erster Schnitzelbank folgte «dr Schyynhailig, allewyl no e wilde Bangg». Seine vorgetragenen Verse waren pointenreich und alles andere als scheinheilig.
Kulinarisch ging der Abend weiter mit einer zweiten Vorspeise, einem Sorbet, dem Hauptgang
(Lümmeli im Blätterteig), einem Käsezwischengang Trüffelbrie und zum Schluss einem Dessertteller der kalorienmässig nichts zu wünschen übrig liess. Man wurde sowohl von der Küchen- wie auch von der Servicebrigade von Raeto Steiger an diesem Abend verwöhnt wie man es sich nicht besser wünschen könnte.
Doch nicht nur für den Magen sondern auch für das fasnächtliche Gemüt liess sich der Peperoni einiges. Neben seinem eigenen Schnitzelbank trat auch sein Kollege «Doggter FMH» mit spritzigen Versen auf und begeisterte das Publikum. Dazwischen traten die Trommelgruppe « dr Grieni Hund» und die Pfeiffergruppe «Trou Normand» auch bekannt als «Trou Bâloise» auf.
Als Überraschungsgast kam «Wilibald Huggentobler » ein Thurgauer der gerne einmal am Morgenstreich im Waggiskostüm mit seinem Piccolo dabei wäre, strapazierte mit seiner Parodie die Lachmuskeln der Anwesenden. Dass sich hinter dem Ostschweizer der beliebte Schauspieler Urs Bosshardt aus der Fernsehserie « Fertig luschtig» verbarg, sei nur nebenbei bemerkt.
Der Wettsteinmarsch beschloss gegen Mitternacht den rund um gelungenen Abend im Hotel Basel.
Neben allen Akteuren die zum Gelingen dieses Abend beigetragen haben, gebührt ein speziell grosses Lob dem Organisator Peperoni, der dem Ganzen seinen Stempel aufdrückte. Mit den Trommel und Piccoloklängen sowie den Schnitzelbankversen im Ohr schlenderte man gemütlich nach Hause und konstatierte mit Freude, dass es nur noch 28 Stunden geht bis endlich «die drey scheenste Dääg» beginnen.



