Uff dr Gass

2. März 2009 | Von | Kategorie: Nachrichten

Am Morgestraich wird viel zu viel geblitzt. Jeder Blitz ist einer zuviel. Aber wem sollen wir das erzählen? Erstens gibt es Jahr für Jahr mehr Fotoapparate, zweitens immer mehr knipsende Handys. Seit uns der Chef empfohlen hat, auch eins anzuschaffen, sagen wir dazu aber lieber nichts mehr. Seis drum.

Das Licht soll von den Ladärne kommen, wir wollen diese Kunstwerke in voller Pracht geniessen. Nicht ins Bild passt ansonsten nur das Blaulicht, das plötzlich näher kommt, einmal am Märtplatz, später in der Gerbergasse: Ambulanzen, die mitten im Fasnachtsgewühl einen Einsatz zu leisten haben. Freud und Leid liegen eben nahe beieinander, auch an der Fasnacht. Vorbildlich, wie die Cliquen unverzüglich Platz machen.

Schon nach dreiviertel Stunden beginnen sich die Reihen der Kiebitze zu lichten, dafür die Beizen zu füllen – Mählsuppe, Käs- und Ziibelewäie sind angesagt, dazu ein Mineral, ein Bier (beliebt bei solch milden Temperaturen) oder auch ein Gläschen Weissen. Das je nach dem bei Kerzenlicht, wie in der «Saffre», um den Morgestraich nicht zu beeinträchtigen, oder hinter einem undurchlässigen Stoff. Gestohlen bleiben können uns aber die Glühweinstände. Wenns danach schmeckt, machen wir freiwillig einen weiten Bogen. Schampedyss