Man merkte es allen Akteuren an der Medienorientierung, gut 100 Stunden vor der Tatttoo-Premiere, an, dass die Vorfreude und das Fieber steigt. Die gute Nachricht zu Beginn war, dass man alles in allem im Zeitplan liege, die noch bessere, dass sämtliche Vorstellungen in Rekordzeit ausverkauft waren. Die beteiligten Formationen sind gemäss Produzent Erik Julliard auf dem Weg und werden im Laufe des Dienstag eintreffen, danach beginnen die Proben.
Die Zahl der Vorstellungen wurde auf elf heraufgeschraubt, was ein Anheben der Helfer-Schar auf 525 Personen nötig machte, laut Staff-Manager Werner Madörin gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 140. Diese Freiwilligen sind in der Betreuung der Auftretenden, in der Arena oder etwa in der Küche am Werk. Und auch dort sind Rekordzahlen zu vermelden, wenn 200 kg Salat, 500 Portionen Pasta oder 700 Hamburger verarbeitet werden.
Das diesjährige Programm umfasst einige Premieren, die erste vor dem eigentlichen Beginn des Tattoo. Die Parade findet nämlich bereits am Samstag, dem 18. Juli statt. Ab 11 Uhr marschieren die Teilnehmer von der Freien Strasse via Markt- und Claraplatz zur Messe. Angeschlossen sind auch die Teilnehmer des gleichzeitig stattfindenden «Pipefest», was die Zahl der Dudelsäcke laut Organisator Christoph Seibert auf die stolze Zahl von 600 bringt.
Quasi als Premiere gewertet werden kann der Auftritt der «Band of the Blues and the Royals», verlassen diese doch die britischen Inseln ansonsten kaum. Und als grosse Herausforderung steht – eine weitere Premiere – die Integration der Pferde und Hunde der französischen «Ralley Tempête» auf dem Programm des Tattoo wie der Parade. Ebenfalls zum ersten Mal am Basel Tattoo ist aus Anlass ihres 100jährigen Bestehens die Polizeimusik Basel. Und zum Schluss darf man sich natürlich auch auf eine spezielle Nummer der «Top Secret» freuen.
Von beiden Seiten ausführlichst gelobt wurde die Zusammenarbeit zwischen Tattoo-Organisation und Schweizer Militär. Letzteres besorgte für den dieses Jahr nicht mehr zur Verfügung stehenden Zivilschutz den Aufbau der Arena. Bereichsleiter Daniel Uhlmann lobte Motivation und Engagement der jungen Dienstpflichtigen. Und noch mehr Lob kam vom VBS-Vertreter Oberst Grob an der Medienorientierung: In Anlehnung an das Zürcher Leichtathletik-Meeting bezeichnete er das Basel Tattoo als «Weltklasse in Basel». Er selbst geht danach in den verdienten Ruhestand.
Noch unsicher ist Form und Art der pyrotechnischen Effekte am diesjährigen Tattoos, stellt dies im Zusammenhang mit den Pferden und Hunden im Programm doch eine echte Herausforderung dar. Mit Blick auf den einen oder anderen geräusch-sensiblen Klingental-Bewohner versprach «Mr. Tattoo» Erik Julliard aber, es werde sich auf alle Fälle um leisees Feuerwerk handeln.



