Acht Guggen und ein Stammverein auf «Betteltour»

13. September 2009 | Von | Kategorie: Nachrichten

Bereits zum elften Mal führte die Basler Guggemusig Gmeinschaft BGG ihren Sternmarsch auf den Barfüsserplatz durch – dies im Gegensatz zum letzten Jahr bei angenehmen Wetterverhältnissen. Organisiert wurde der unter dem Patronat von Regierungspräsident Guy Morin stattfindende Anlass durch die Räpplispalter. Der Erlös der Sammelaktion geht dieses Jahr noch einmal an die «Stiftung für Cystische Fibrose, Patienten der Nordwestschweiz Basel».

Ab 12 Uhr brutzeln auf den Grills Bratwürste, Klöpfer und Steaks, an den Getränkeständen bilden sich kleine Warteschlangen. Die Kulisse ist eindrücklich: auf der einen Seite die Barfüsserkirche mit dem Historischen Museum und vis-à-vis hoch oben der Lohnhof und die Leonhardskirche. Geboten wird am Nachmittag echter Gugge-Sound, von der Swiss Lady über den Stern von Mykonos, dem Gassenhauer Fährimaa bis zum Gospel He’s got the whole world in his hand.

Bis zum Eintreffen der ersten Formation unterhält auf dem Barfüsserplatz das Spiel der Räpplispalter die Zuschauer. Bei You are my sunshine singen sie sogar zwei Strophen, als Text allerdings nur «lalalalala». Und prompt schaut die Sonne kurz hinter den grauen Wolken hervor.

Als erste Gugge starten um 13.30 Uhr die Ohregribler, dann folgen im Viertelstundentakt Pumperniggel, Rätsch-Beeri, Mohrekopf, Glaibasler Schränz-Brieder, Grunz Gaischter und die Orginal Chnulleri. Bereits zum dritten Mal nach 2004 (Spale-Clique) und 2005 (Wiehlmys) nimmt mit den Naarebaschi ein Stammverein teil. Basler Fasnacht Online begleitet sie von der Rebgasse bis auf den Barfüsserplatz. Alle acht Formationen werden bei ihren Sammelaktionen durch Mitglieder der Berufsfeuerwehr Basel unterstützt.

Punkt 14.15 Uhr begeben sich die 25 Pfeifer, 14 Tambouren und der Tambourmajor der Naarebaschi mit dem Aeschlemer von ihrem Cliquenlokal in der Rebgasse aus auf die Route. Grosse und auch kleine Vorträbler, bewaffnet mit Sammelbüchsen suchen eifrig nach «Opfern». Via Claraplatz, Greifengasse, Mittlere Brücke, Schifflände, Spiegelgasse, Schneidergasse geht es zum Hotel Basel. Nach einem Ständeli und einer kurzen (Trink-)Pause heisst es erneut «Yyschtoh!» Mit einem wunderschönen Hofnaar geht es weiter via Rümelinsplatz in die Grünpfahlgasse. Ein wunderschöner Marsch? Ein kleiner Hund ist da ganz anderer Meinung, was er mit lautem Kläffen auch Kund tut. Doch unbeirrt geht es weiter durch die Gerbergasse zum Barfüsserplatz. Dort werden sie von den Ohregribler lustigerweise mit der Melodie «Good bye my love, good bye» empfangen. Mit dem selten gehörten Fritzli, ein Marsch, welcher 2004 am Drummeli von den Basler Bebbi uraufgeführt wurde, verabschieden sie sich von den inzwischen erfreulich zahlreichen Zuhörern.

Es folgen in kurzen Abständen die Gugge Mohrekopf mit ihrer Erkennungsmelodie «Zehn kleine Negerlein», die Glaibasler Schränz-Brieder und die Grunz Gaischter . Um 16.35 beenden die Orginal Chnulleri als letzte Formation den musikalischen Teil, doch die Party ging natürlich noch lange weiter.

Weitere Informationen: Basler Guggemusig Gmeinschaft BGG