Vom 6. Januar bis 13. Februar 2010 wird «S’Ridicule – e Nase voll Fasnacht» im 11. Jahrgang insgesamt 18 Mal im Förnbacher-Theater im Badischen Bahnhof zu sehen sein. «Diesmal liegt das Schwergewicht auf den Texten», erklärte Hausherr Helmut Förnbacher an der heutigen Presseinformation. Auf der Liste der Autoren tauchen neben den «alten» Paul Göttin, Hansruedi Hartmann, Peter Heitz, Georges Merkofer, Carl Miville und Dieter Moor erstmals auch Danny Wehrmüller und «-minu» auf. Wehrmüller (aktiver Fasnächtler und Trommelkönig 1991) sollte ursprünglich im Charivari Regie führen, doch die Kleinbasler Vorfasnachts-Veranstaltung musste aus finanziellen Gründen bekanntlich abgesagt werden. Ein besonderer Glücksfall sei minu, denn «wir machen Fasnacht für s Herz und er schreibt für s Herz», meinte Förnbacher. Es spielen Victor Behounek, Helmut Förnbacher, Sandra Förnbacher, Carl Miville, Kristina Nel, Eugen Urfer, Danny Wehrmüller und d Swingvögel.
Doch auch die Fasnachtsmusik kommt im Ridicule natürlich nicht zu kurz. Dafür bürgen die Namen der Komponisten wie Marco Balmelli, Victor Behounek, Cornelius Buser, John Ciaglia, Nicola Dreier, Michael Robertson, Karl Schell, Jon Philip Sousa und andere. Die Pfeiferinnen und Pfeifer (mit vier Pfeiferköniginnen!) unter der Leitung von Michèle Aberlin kommen von der UFS (Union Folklorique Suisse). Die Tambourengruppe «pianoforte vs. Los Locos» wird geleitet von Nicola Dreier und d Swingvögel von Victor Behounek. Dazu kommen die beiden Comité 2000-Bängg d Gwäägi und Ständerlampe. Konzept und Regie hat Helmut Förnbacher.
Ein grosser Trumpf des Ridicule ist mit Sicherheit die Spielstätte: Das 200-plätzige Theater versprüht einen speziellen Charme, hier spürt man noch jeden einzelnen Trommelschlag. Und genau diese Intimität des Raums erlaube es den Berufsschauspielern auch, die poetischen Texte, für die das Ridicule bekannt ist, «feiner rüberzubringen», meinte Förnbacher.
Seit 30 Jahren gibt es die Helmut Förnbacher Theater Company. Nach vielen Spielorten konnte sie sich mit Bewilligung der Deutschen Bahn in der ehemaligen Zollhalle im Badischen Bahnhof einmieten. Eine komplizierte Sache, da sich das Theater zwar auf Schweizer Grund, aber auf deutschem Boden befindet. Dies nach einem Vertrag, der 1863 zwischen Basel und dem Fürsten von Baden abgeschlossen wurde. Das ohne Subventionen auskommende Theater spürt die derzeitige Wirtschaftskrise nicht, da es auch keine Sponsoren hat, welche abspringen könnten.



