«Ausländische» Fasnachts-Briefmarken sind ein Verkaufsschlager

19. Januar 2010 | Von | Kategorie: Nachrichten

«Der bisherige Verkauf darf als sehr gut bezeichnet werden.» Peter Stadler, Produkt-Manager bei der Schweizerischen Post zeigt sich mit den Sonder-Briefmarken, die aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Fasnachts-Comités seit 5. Januar verkauft werden und seit 12. Januar gültiges Wertzeichen sind, zufrieden. «Der Verkauf der Ersttagbriefe mit dem Bild der Blaggedde ist überdurchschnittlich», erklärt Stadler auf Anfrage von Basler Fasnacht Online. Gestaltet wurden die Marken, die typische Fasnachtsfiguren zeigen, von Andreas Daniel Vetsch, der seinerseits selbst 2006 bereits einmal als Blaggedde-Künstler ausgewählt wurde. Gleichzeitig mit den Briefmarken gelangte im Philatelieshop der Post auch eine Originalgrafik von Fredy Prack in den Verkauf; diese sei laut Stadler bereits ausverkauft.

«Wir erhalten unisono begeisterte Komplimente zur Markengestaltung und zur Idee des Dreierstreifens», sagt der Post-Manager weiter. Fasnächtler und Fasnachts-Fans, die allerdings durch den Kauf der Briefmarke etwas Urschweizerisches oder gar typisch Baslerisches in den Händen zu halten glauben, werden enttäuscht: Die Marken zu den «drey scheenschte Dääg» wurden nämlich in Frankreich hergestellt – genauer in einer Sicherheitsdruckerei westlich von Paris, wie Post-Mediensprecher Mariano Masserini Recherchen von Basler Fasnacht Online bestätigt. Das sei aber nicht aussergewöhnlich: «Alle Schweizer Briefmarken wurden in letzter Zeit im Ausland gedruckt», erklärt er. Dabei seien nicht die Kosten ausschlaggebend, sondern die technischen Möglichkeiten. «In der Schweiz gibt es zur Zeit keine Druckerei, die Briefmarken mit den hohen gestellten Sicherheits- und Präzisionsanforderungen drucken kann», so Masserini. Gleichzeitig beruhigt er: «Die ganze Vorstufe – also Themabestimmung, Sujetauswahl, Kreation und Grafik – erfolgte selbstverständlich in der Schweiz.»

Weitere Informationen:

Online-PhilaShop der Post