Charivari 2014: Vogel Gryff, Baustellen und Heilsarmee

5. Februar 2014 | Von | Bilder: Dennis L. Rhein | Kategorie: Top-Thema, Nachrichten

Einen sehr breiten Themenkreis sollen die Rahmenstücke des diesjährigen Charivari abdecken. Die neue Regisseurin Colette Studer führt als Charivari-Männli und damit als Roter Faden durchs Programm. Hochstehend soll auch der musikalische Teil sein, für den man sich als Verstärkung spontan noch die VKB-Tambouren geholt hat. Am Samstag ist Premiere; die Vorbereitungen sind im Plan.

Das Rezept für eine erfolgreiche Veranstaltung sei sehr einfach, eröffnete Erik Julliard die heutige Medienkonferenz zum Charivari: „Man bringt einfach viele Topformationen und Top-Persönlichkeiten auf die Bühne – und es funktioniert.“
Deshalb müsse auch die diesjährige Ausgabe funktionieren, denn mit der Spale-Clique, dem Stamm der VKB und der Pfyffer-Gruppe Schäärede – Frauenpower statt männlicher Primadonnen (Originalton Julliard) – sowie dem Schnitzelbank „d Gwäägi“ habe man erstklassige Vertreter der Fasnachtskunst verpflichtet. Dass die VKB-Tambouren für den traditionellen Trommelteil verantwortlich zeichnen, sei eine spontane Idee gewesen und insofern ungewöhnlich, als eben nur ein Teil der Clique verpflichtet wurde. Bei den „Alten Herren“ von Top Secret ist speziell, dass sie mit denjenigen Trommeln antreten, mit denen sie 1986 erstmals am Charivari auftraten.


Zum Wortteil lüftete Colette Studer etwas den Vorhang. Die Themen sind teils fasnächtlich, teils über das letztjährige Geschehen, was fast schon natürlich eine Baustellennummer beinhaltet, aber auch eine über die Heilsarmee. Und ganz besonders erwähnte die Regisseurin eine Nummer zum Vogel Griff, für die man die Originalkostüme der Ueli erhalten habe. Studer selbst verkörpert das traditionelle Charivarimännli, einmal als „News-Männli“ sogar tagesaktuell.
Man sei mit den Vorbereitungen gut im Zeitplan, erklärten die Regisseurin, Produzent Julliard und Obmann Walter F. Studer unisono. Auch der Vorverkauf laufe im gewohnten Rahmen ganz gut. Einen Wermutstropfen hatte allerdings der Charivari-Obmann noch zu erwähnen; man müsse jeweils enorm in die Infrastruktur investieren: „Die Grundtechnik im Volkshaus reicht bei weitem nicht aus, um eine derartige Produktion auf die Bühne zu bringen.“ Trotzdem stehe das Volkshaus als Austragungsort nicht zur Disposition.
Das heute aufgeführte „Mimpfeli“ zeigt, dass die Schauspieler ihren Part drauf haben und man mit einem Charivari voll Musik und viel Witz rechnen darf. Und wer den Produzenten mal persönlich kennenlernen will, muss etwas zeitiger als früher nach den Vorstellungen in den Charivari-Keller kommen, denn so Julliard: „Früher habe ich jeden Morgen gegen sechs, sieben Uhr den Keller zugemacht – heute gehe ich deutlich früher.“

Charivari 2014: 8. – 22. Februar 2014 im Volkshaus Basel, werktags jeweils 20 Uhr, sonntags 18 Uhr. Ticketpreise Fr. 49.- – Fr. 70.-, diverse Hospitality-Angebote. Beratung, Information und Reservation 061 266 1000 oder ticket@charivari.ch. Weitere Informationen unter www.charivari.ch.