Bängg I / D Schnitzelbängg 2010: Im Merze spriesse d Minarett

23. Februar 2010 | Von | Kategorie: Nachrichten

Der Bänkler-Jahrgang 2010 wird von einigen wenigen Themen dominiert. Neben den drei M – Merz, Morin (dä kunnt Moorn) und Minarette – haben die in sechs Vereinigungen (unter ihnen auch die 90 gewordene Basler Schnitzelbank Gsellschaft) – organisiert oder «wild» auftretenden Spottsänger und -chöre auch andere Trouvaillen in ihrem Repertoire, die in dieser Trockenlese eigentlich ohne weitere Erklärungen verständlich sein sollten. Auf diese haben wir nämlich verzichtet, um mehr Verse zitieren zu können.

Mir isch aigentlig jeede Mooned rächt

Drum gfallt mer dr Hoornig au nit schlächt

I wäär allerdings scho zimmlig froo,

wenns in Zuekunft ooni Merz däät goo

(«Bildsteerig»/Bängg fir Basel)

Jä, dir, by eus im Baselbiet

singe alli s glyche Lied.

Am liebschte hai mer luti Döön,

kai Ghör hai mer für lyysi.

Zum euch e chly dra z gwöhne,

schängge miir ech gärn dr Gysi.

(«Stächpalme»/Comité)

In Patagonie, am Arsch vo dr Wält

stoht ainsam im e glaine Zält

dr allerletscht und ainzig Disch

wo dr Merz noonig driiber zoge worde-n-isch.

(«Glettyse»/Comité)

Das Fasnachts Gentescht Drämmli do

het mi uff e Fahrt mitgnoo.

Nooch acht Glas Wyy und zwai Stunde Tescht

stoht s Resultat jetzt ändlig fescht:

Mym Wääse a und wägem Schlugge

empfählt me mir e Fraue-Gugge.

(«Staubwolgge»/VSG)

Si dien im Bläsischuelhuus jetz

scho ab der Zwaite

sich systematisch uf Bologna vorbereite.

Grad geschtert het der Hansli

stolz verzellt bym Znacht,

är haig dr Batchelor im Bleystiftspitze gmacht.

(«Singvogel»/Comité)

Sitzt hoit ein Schwoob im Bublikum?

Ohne Saich, ich frage drumm

Für ai Million – tra-ry, tra-raa –

kannscht uns’re Kontodaten ha

(«Dr Spitzbueb»/Comité)

Inschalla, o salem aleikum.

Hassan, Ali, dalli hai kum!

Döner Kebab, Fatima Burka, Tamoilbenzin –

ych, statt Schnitzelbänkler,

dänk gly Schnitzelmuezzin

(«Stächpalme»/Comité)

Z Italie griegt dr Bresidente

e Dom an Grind, genau al dente

mer verbiete drum, haissts uss Rom

statt Minarett bi uns dr Dom

(«Dipflischysser»/Bebbi Bängg)

«Du hesch doch Schiss»,

sait my Frau bim Zmoorgekaffi

«sunscht hättsch doch sicher au

e Värsli vom Gaddafi»

«Du y ha e Bombevärs, my liebe Schatz,

numme het jetzt laider d Pointe nimme Blatz»

(«Giftnuudle»/Bebbi Bängg)

Uff em Schuelraisli ins Appizäll,

wird s Doris rot und sait denn schnäll,

wo si blutti Wanderer gseht:

«Ueli, loss das blyybe!

Au die bescht Armee vo däre Wält

kas Spaare ibertryybe.»

(«Peperoni»/Comité)

Y ha’s brobiert am Selfcheck-in-Schalter.

‘s isch gar nit schlächt gange, fir my Alter.

Kai Brobleem – das wär scho glooge –

y bii denn halt im Frachtruum gflooge…

(«Pierrot»/Comité)

Maischtens blabbere

und kychere und gaggse sy

im Christian Hebb sym neye

Radio fir Erwaggseny.

Dass är e Radio het,

das macht jetz nit so weh,

würd dä no Färnseh mache,

miesstsch en au no gseh.

(«Strossewischer»/Comité)

En UBS-Bänker liggt by mir uf em Tisch

wo scho ganz Grien und Blau aagloffen isch.

I mach e Luftröhre-Schnitt –

jä do bin y halt gschiggt –

suscht wär mr dä Siech

an sym Bonus verstiggt.

Diagnose: Dä ghört isoliert, das gsehn i glii

sunscht git’s e Bonus-Pandemie.

(«Doggter FMH»/Comité)

Iberal wird diskutiert und debaddiert,

was isch mit unsrer scheene Stadt

au nur passiert?

Jetzt kaufe Zircher Baize uff –

do fanggsch a spinne.

No schlimmer isch:

Es hogge nur no Schwoobe dinne!

(«Bebbi Zigge»/Bängg fir Basel)

D Knabemuusig muess e neye Namme finde,

sunscht wärde d Subvenzioone

in Zuekunft verschwinde:

Ych mainti, das wär dernoo ebbe s Glyche,

wie wenn d Fraue vo Buebedorf

d Styre wurde stryche.

(«Angewegglimeitli»/Comité)

Weitere Informationen:

Fasnachts-Berichterstattung 2010 der bz auf einen Blick