Sie ist vorbei, die Basler Fasnacht. Erneut bot sie einen interessanten Spiegel des Weltgeschehens mit Basel als Nabel.
Nach 72 intensiven Stunden ist in der Nacht auf heute die Basler Fasnacht 2010 zu Ende gegangen. Gestern Nachmittag prägten wie bereits am Montag der Cortège und damit die Sujets der fast 500 Cliquen das Geschehen. Die Wirren um Gaddafi und Merz, aber auch das Jubiläum des Fasnachts-Comités, das dieses Jahr 100 Jahre alt ist, sowie die Wirtschaftskrise sorgten dafür, dass diese Fasnacht als eine eher politische, bissige Ausgabe in Erinnerung bleibt. Denn auch das Comité erhielt zu seinem Geburtstag nicht nur Torten mit Kerzen geschenkt, sondern musste auch etliche Kritik einstecken. Ebenfalls zur Fasnacht und zum Comité-Jubiläum gehört der bemerkenswerte Schülerumzug, an dem am 11. Februar gegen 6000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben.
Glück hatten die Fasnächtler mit dem Wetter. Zwar fielen am Morgestraich Tropfen und fegte gestern zum Schluss des Cortèges kurz ein Hagelsturm durch die Stadt. Doch die Sonne, die den Winter gerade noch rechtzeitig vertrieben hatte, behielt die Oberhand.
Bis zum 14. März 2011
Sieht man von der heutigen Chluri-Verbrennung in Sissach und von der Binninger Strassenfasnacht vom kommenden Samstag ab, so sind die offiziellen Fasnachtstage gestern zu Ende gegangen.
Die nächstjährige Basler Fasnacht wird erst am 14. März, also zu einem relativ späten Zeitpunkt im Jahr, beginnen. So wussten die Fasnächtler gestern beim Abschiednehmen, dass es nun noch 384 Nächte dauert, bis es zum nächsten Mal heisst: «Morgestraich! Vorwärts! Marsch!»



