Mit dem traditionellen Cortège am Nachmittag und schliesslich dem langen, wehmütigen Ausklang in den Gassen und Beizen ist gestern und heute früh die Basler Fasnacht zu Ende gegangen.
Auch wenn die Wolken am Himmel Ungemach androhten, so hat sich auch der dritte der «drey scheenschte Dääg» nahtlos in den Helgen der diesjährigen Fasnacht eingefügt. Das jubilierende Comité mit seinen weitreichenden Beziehungen wird Petrus dafür hoffentlich noch eine Zugsplakette zukommen lassen. Traditionell bestimmte der Cortège am Mittwoch den Gang der Dinge.
Nachdem aber der Waggis seine letzten Orangen verteilt und den Heimkehrer mit so viel Räppli eingedeckt hatte, dass diese beinahe Bonus-Umfang erreicht hatten, war zumindest der offizielle Teil der Basler Fasnacht 2010 vorüber. Danach zeigte die Fasnacht nach ihrem heiteren und zugleich ernsten Cortège-Gesicht sowie ihrer eher poetisch-verspielten Facette vom Dienstag noch ihre melancholische Seite. Während am Abend in den vollen Beizen ausgelassen das Beisammensein gefeiert wurde, brachten Piccolo und Tambouren in den Gassen zum Ausdruck, wie schwer es ihnen fällt, die alte Fasnacht loszulassen.
Nur zu verständlich ist das. Denn Geduld ist gefragt, bis es das nächste Mal wieder heisst: «Achtig! Morgestraich! Vorwärts! Marsch!» 2011 beginnt die Fasnacht erst am 14. März, dem beinahe spätesten unter den möglichen Terminen. Das heisst für alle Fasnächtler: No 384 Mool schloofe. Die letzte, wohl eher kurze Nacht ist dabei allerdings bereits eingerechnet. Also nur noch 383 Mal.



