«Dr Basler isch nit uf s Muul gfalle», diese Botschaft schien so wichtig, dass sie sowohl von Charivari-Obmann Walter F. Studer wie auch von Programmchef Erik Julliard betont wurde. Man wolle im Wortbereich bissig, manchmal sogar böse sein, «soweit dies Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsgesetz zulassen», wie Studer gleich bewies, das auch er nicht «uf s Muul gfalle» ist. Auch sollen bei den Rahmenstücke «Platzhalter» gesetzt werden, um auf die Tagesaktualität reagieren zu können.
Im musikalischen Bereich war bereits bekannt, dass mit den «Naarebaschi» eine grosse Clique und mit der «Schotte Clique» «die beste Guggenmusik », so Julliard, auftreten werden. Dazu kommt eine «Starpfeiferformation» – ausschliesslich Männer – die unter Mithilfe von Michi Robertson, Kurt Stalder und Thomas Weber neu geschaffen wurde und ausschliesslich am Charivari auftritt. Sie erhält deshalb auch keinen speziellen Namen. Und – ebenfalls bereits bekannt – darf natürlich bei dem Programmchef das Top Secret Drum Corps nicht fehlen, dass laut Julliard zu seinen fasnächtlichen Wurzeln zurückkehrt.
Neu ist, dass jede Vorstellung der Schnitzelbank «Schwoobekäfer» auftritt, dazu kommt jeweils ein anderer Überraschungsbank. Bereits bekannt war das hochkarätige Schauspielerteam mit dem national (Viktor und Giacobbo) bekannten Stimmenimitator und Stadtführer David Bröckelmann, Salomé Jantz, Silvia Wessang, André Jaeggy und dem mit Charivari-Erfahrung gesegneten Niggi Reiniger (E Zwaier us dr Schnaabeltasse). Komplettiert wird das Sextett durch die vom «Pfyfferli» bekannte Colette Studer.
Auch auf organisatorischer Ebene sei man voll im Plan, erläuterten die Macher. Das Helferteam sei rekrutiert, die Einsatzpläne teilweise schon gemacht und man habe auch die ersten Sponsoren gefunden. Speziell betont wurde dabei die Zusammenarbeit mit Manor, was sich auch auf den Vorverkauf auswirkt (s. Fussnote). Langsam angehen will man es bei den Hospitality-Angeboten, die vor allem kostendeckend sein sollen.
Fast schon euphorisch verabschiedete Studer zum Schluss die Medienschar: Man ei überwältigt von den erhaltenen Reaktionen, was zeige, dass das Wiederaufleben des Charivari einem echten Bedürfnis entspreche. «Mr mien chrampfe – aber s kunnt guet!» waren die ermunternden Schlussworte des Obmanns.



