Drummeli und Fasnachts-Comité mit neuem Domizil

16. November 2010 | Von | Kategorie: Nachrichten, Comité News

Nach der Burgvogtei (1906), dem Musiksaal vom Stadtcasino (1911), dem Küchlin-Theater (1914) und dem Festsaal der Messe Basel (1993) bezieht das Drummeli nächstes Jahr mit dem Musical Theater zum fünften Mal ein neues Domizil. «Damit entwickelt es sich vom Vorfasnachtsvarieté im Kiechli über die grosse Show in der Messe zum unterhaltsamen Fasnachtstheater», erklärte der Drummeli-Verantwortliche Adrian Kunz an der heutigen Medieninformation. Im Gegensatz zum Festsaal haben im Musical Theater alle Zuschauer freien Blick von oben auf die Bühne.

Was 2009 mit den Stroosewischern begann und dieses Jahr mit dem Archäologieprofessor fortgesetzt wurde, wird auch am neuen Ort beibehalten: der rote Faden als verbindendes Element zwischen Prolog, Musikvorträgen, Rahmenstücken und Schnitzelbanggauftritten. Neu wird der 30-köpfige Chor «Syndicats» das Programm bereichern.

Da der Central Club Basel dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feiert treten 20 statt normalerweise 19 Stammvereine auf. Es sind dies Alti Glaibasler, Alti Richtig, Alti Stainlemer, Basler Dybli, Basler Rolli, Breo, Central Club Basel, Glunggi, Gundeli, J.B. Santihans, Junteressli, Rhygwäggi, Rhyschnoogge, Sans Gêne, Schnooggekerzli, Schnurebegge, Spale, Spezi, VKB und Wettstai/BMG. Wieder bieten sie bei ihren Auftritten eine enorme Themenvielfalt. Die Trommel- und Pfeiferschule stellt ebenfalls der Central Club Basel. Im ersten und zweiten Teil spielen wieder zwei Guggenmusiken. Es sind dies die Glaibasler Schränz-Brieder (sie haben Bühnenerfahrung durch ihre Teilnahme am Musikantenstadel) und die Schänzli-Fäger. Auch zwei Schnitzelbängg sind wieder dabei: der Comité-Bangg Fäärimaa und der Drummelibangg. Einen Bangg, welcher nur am Drummeli auftritt hat es schon früher gegeben.

Da der neue Spielort für die Rahmenspieler mehr Professionalität und Theatererfahrung verlangt, mussten Umstellungen im Ensemble vorgenommen werden. Mit Doris Strütt (bisher)
und den neuen Mitgliedern Charlotte Heinimann, Andrea Pfaehler
und Urs Bihler stehen vier sehr erfahrene Theaterprofis auf der
Bühne, die dem Drummeli neue Impulse geben werden. Zudem
sind mit Marcel Mundschin (bisher) und Kurt Walter (neu) zwei charismatische Laiendarsteller dabei. Die Regie führt wieder Michael Luisier, die Musikalische Leitung hat Georg Hausmann. «Leider fehlt das „Bötschli“ im Ensemble. Dabei wäre es nächstes Jahr zum 45. Mal auf der Drummelibühne gestanden», sagte Kunz abschliessend.

«Auch das Fasnachts-Comité zieht um», verkündete Comité-Obmann Christoph Bürgin. Nach der Zeit als Untermieter beim Verkehrsverein (1911-1962), nach den Domizilen in der Hammerstrasse (1962-1976), im Imbergässlein (1976-2000) und an der Glockengasse (2000-2010) bezieht es Mitte Dezember 2010 seinen fünften Standort am Blumenrain 16. Aus diesem Grund ist das Sekretariat des Fasnachts-Comités vom 13. Dezember 2010 bis zum 3. Januar 2011 geschlossen.

Abschliessend stellte Andreas Guth den neuen Marsch «Milk & Honey» vor. Zum hundertsten Geburtstag des Fasnachts-Comités hat George
Gruntz ein Werk für grosses Orchester und Basler Trommel komponiert, für welches der Choreograph und Leiter des Basler Balletts,
Richard Wherlock, eigens ein Ballett kreiert hat. Der Finalsatz des Oeuvres ist als Fasnachtsmarsch konzipiert. Für diesen hat Andri Obrist den Trommeltext komponiert. Die Musiknoten sind im Fachhandel oder beim Fasnachts-Comité für CHF 7.50 ab sofort erhältlich.