Baseldytsch I: Was haben ein Matchbesucher, der die Spiele des FC
Basel im St. Jakobs-Park verfolgt und eine Zeedeldichterin oder ein
Schnitzelbänggler gemeinsam? Sie alle glauben Experten ihres Fachs zu sein.
Der Matchbesucher wähnt sich als Kenner auf dem Gebiet des Fussballs («der
Ball ist rund» und «ein Spiel dauert 90 Minuten»), die Zeedeldichterin und
der Schnitzelbänggler auf dem Gebiet der baseldeutschen Sprache. «Schön
wärs», seufzt derjenige, der sich Jahr für Jahr durch die Cliquen- und
Schnitzelbank-Zeedel durchkämpfen muss. Was er nämlich da zum Lesen
vorgesetzt bekommt, hat (allzu) oft mit Baseldytsch und seiner Schreibweise
nicht einmal mehr am Rande zu tun. (Dass sich die Zeilen in vielen Fällen
überhaupt nicht reimen, kann da schon gar nicht mehr vewundern). Das ist
meist nicht einmal auf bösen Willen zurückzuführen, die selbsternannten
Poeten wissen es schlicht nicht besser – sie kommen entweder von auswärts
oder haben das Baseldeutsch einfach verlernt. Ihnen wollen wir in einer
losen Serie etwas auf die Sprünge helfen.



